Kommentare

Kun­den­kom­mu­ni­ka­tion: Warum wird über­all nur noch geduzt? — 6 Kommentare

  1. Die­ses Thema liegt mir beson­ders am Her­zen und ich freue über die­sen auf­klä­ren­den Arti­kel. In mei­nem Blog ver­wende ich aller­dings ein Du, aber von der inne­ren Hal­tung her ist ein Sie aus dem anglosa­xo­ni­schen Raum gemeint, denn ich wahre hoch und hei­lig die Distanz in mei­ner Anspra­che und For­mu­lie­run­gen.

    Aller­dings treffe ich des öfte­ren auf ein ande­res Pro­blem aus dem rus­sisch­spra­chi­gen Raum. In Russ­land ist es vor allen sei­tens der Frau üblich den Vor­na­men des Gegen­übers zu vernid­li­chen, wenn diese Per­son sich mit ihr ver­traut füh­len möchte. Die­ses wird einem regel­recht ange­dreht (teil­weise auch im geschäft­li­chen Kon­text), was ich als grenz­über­schrei­tend emp­finde. So kann mein Name Valen­tina zu Valia, Valechka, Valu­scha oder sons­ti­gen Mutan­ten degra­die­ren. Sehr unan­ge­nehm, weil es eine Nähe und Ver­traut­heit sug­ge­riert, die ich nie gewollt habe.
    Es ist mir schon pas­siert, dass ich sogar eine Freund­schaft auf Eis legen musste, weil meine Bitte mit mei­nem nor­ma­len Namen ange­spro­chen zu sein wie­der­holt nicht respek­tiert wurde.

  2. Danke für die­sen Arti­kel. Mir selbst fällt es unan­ge­nehm auf, dass ich als Kunde immer öfter geduzt werde, was ich per­sön­lich ganz unhöf­lich finde, da ich mein unbe­kann­tes Gegen­über immer sieze. Es stört mich jedoch nicht, wenn das duzen »orts­üb­lich« ist. Zum Bei­spiel ist es in Öster­reich am Land durch­aus üblich, dass man auch unbe­kannte Per­so­nen duzt. Oder in Läden, wie z.B. Ikea…aber ein­fach gene­rell geduzt wer­den möchte ich nicht und würde es sel­ber auch nicht machen. Im Zwei­fels­fall ist die Höf­lich­keits­form immer eine gute Wahl, sollte man öfter mit­ein­an­der zu tun haben, kann man sich ja immer noch das »Du« anbie­ten.

  3. Danke für den Bei­trag. Ich bin erleich­tert nicht der ein­zige alt­mo­di­sche »Sie­zer« zu sein. Ich habe mich schrift­lich bei IKEA abge­mel­det weil IKEA auf meine Bitte, mich nicht zu Duzen, mir ant­wor­tete, dass ich halt mit der Zeit gehen müsse und wir alle eine Fami­lie sind. Sind wir aber nicht! Seit­her bekomme ich keine Wer­bung und/​oder e-mails mehr.
    Ich duze, wenn mir dies von einer älte­ren bzw. über­ge­ord­ne­ten Per­son ange­bo­ten wird (nor­ma­ler­weise nach eini­ger Zeit) oder wenn ich es einer jün­ge­ren Per­son anbiete. Ich glaube nicht, dass unsere Erzie­hung und Kul­tur um jeden Preis von ame­ri­ka­ni­schem (und ande­rem) Laxis­mus hin­weg­ge­schwemmt wer­den sollte.
    Ander­orts (z.B. Spa­nien, wo sich jeder­mann duzt) passe ich mich an, da ich ande­rer Leute Kul­tur genauso respek­tiere als ich für die meine Respekt erhoffe.

    • Hallo , das unter­schreibe ich Ihnen zu 100 Pro­zent. Diese Unsitte nervt mich sehr.
      Ich werde dies zukünf­tig nicht zulas­sen .…. Sie dür­fen mich auch sie­zen.…..

  4. >Wahr­schein­lich des­we­gen glaube ich erken­nen zu kön­nen,
    >dass das ganze Geduze auf ein kul­tu­rel­les Miss­ver­ständ­nis
    >basiert, näm­lich dass man sich in eng­lisch­spra­chi­gen
    >Län­dern – allem voran in den USA – duzen würde

    Es ist nicht nur ein kul­tu­rel­les, son­dern auch ein sprach­li­ches Miss­ver­ständ­nis, denn das Du (»Thou«) kam in eng­lisch­spra­chi­gen Län­dern in der Stan­dard­spra­che etwa Mitte des 17. Jahr­hun­derts aus der Mode, weil man diese Anrede als unhöf­lich und mehr­deu­tig auf­fasste. Von da an bis heute wird sich im Stan­dard­eng­lisch dem­entspre­chend nur noch gesiezt.

    Quelle: https://​en​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​T​h​o​u​#​G​e​n​e​r​a​l​_​d​e​c​l​i​n​e​_​i​n​_​E​a​r​l​y​_​M​o​d​e​r​n​_​E​n​g​l​ish

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

EnglishGerman