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Sind Umsatz­stei­ge­rung und Wachs­tum per se posi­tiv?! (Teil 1) — 2 Kommentare

  1. Wachs­tum ist sys­te­mi­scher Impe­ra­tiv und nicht ein­fach nur ein Dogma. Wenn ich in einer Unter­neh­mung einen Betrag X ein­setze, so erwarte ich X plus eine Ren­dite R zurück : X(n) = X(n-1) + R. Bekomme ich nur X oder gar weni­ger als X zurück, lohnt sich das Unter­neh­men nicht, und ich fange erst gar nicht an. Selbst wenn ich nicht wach­sen will, also meine Ren­di­te­er­war­tung kon­stant bleibt, also dr/​dt = 0, muß ich doch die stei­gen­den Kos­ten berück­sich­ti­gen ( z.B. Preis­stei­ge­run­gen, Gehalts­er­hö­hun­gen mei­ner Mit­ar­bei­ter usw). Also um im Jahr n die glei­che Ren­dite zu erwirt­schaf­ten wie im Jahr n-1 ist folg­lich X(n) > X(n-1) not­wen­dig, da andern­falls dr/​dt < 0 wird. In Wor­ten aus­ge­drückt : Wachs­tum ist zwin­gende Vorraus­set­zung um zumin­dest glei­che Ren­di­ten über einen Zeit­raum t zu erzie­len. Das und nichts Ande­res ist der Grund für das Wachs­tums­stre­ben.

    • Vie­len Dank für Ihre Mei­nung, die wohl die Mehr­heit der Markt­teil­neh­mer tei­len dürfte. Was mich betrifft, gerne wider­spre­che ich!

      Zunächst: »A ist zwin­gende Vor­aus­set­zung für B« ist ein linear-kau­sa­les Den­ken, das in einer kom­plex-kau­sa­len Wirk­lich­keit m. E. nahezu zwangs­läu­fig zum Schei­tern ver­ur­teilt ist. Im kom­plex-kau­sa­len Umfeld ist die Frage eher: Ist A eine signi­fi­kante Varia­ble, um auf B Ein­fluss zu neh­men?

      Dies vor­aus­ge­schickt, es gibt viele Varia­ble, die Ein­fluss auf die Ren­ta­bi­li­tät haben: Redu­zie­rung der Ein­kaufs-/Pro­duk­ti­ons­preise, Erhö­hung der Ver­kaufs­preise, höhere Pro­duk­ti­vi­tät durch bes­sere interne Kom­mu­ni­ka­tion, Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung, …
      ist eine Wachs­tums­stra­te­gie eine signi­fi­kante Varia­ble, um posi­ti­ven Ein­fluss auf die Ren­ta­bi­li­tät zu neh­men? Meine Ant­wort ist zwei­fels­frei: Nein! Nicht nur, dass die Rech­nung viel sel­te­ner als man mei­nen könnte auf­geht, A und B sind sogar erschre­ckend oft nega­tiv kor­re­liert! Warum das so ist, ver­su­che ich in die­ser Bei­trags­reihe zu trans­por­tie­ren.

      Bei Inter­esse: Aus einer ande­ren Per­spek­tive, aber dazu pas­send, beschäf­tige ich mich in mei­nem just erschie­nen eBook »Pro­duk­tiv zusam­men­ar­bei­ten - off­line oder online« auch mit die­ser Pro­ble­ma­tik.

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