Der Unternehmer –
was macht er eigentlich
den ganzen Tag?
Fachbeitrag als Video-Präsentation:
Wie steht es mit Ihrer Freude am Unternehmer sein? Sehen Sie sich möglicherweise im Klein-Klein des Alltags gefangen und haben das Gefühl, auf der Stelle zu treten? Der Grund dafür ist vielleicht eine schleichende Veränderung Ihrer Rolle als Unternehmer.
Ob »Abteilungsleiter«, (operativer) »Geschäftsführer« oder »Unternehmer«, diese Begriffe stehen für viel mehr als nur für bestimmte Tätigkeiten. Sie umschreiben berufliche Rollen.
Im ersten Schritt einer Zusammenarbeit empfehle ich gerne meinem Gegenüber, seine eigene Rolle zu klären. Denn an seine eigene Rolle im Unternehmen haben er selbst und Dritte berechtigte (und unberechtigte) Erwartungen.
gbcc-Akademie mit neuem Inhalt!

- Persönlichkeitsentwicklung:
Warum ticke ich so, wie ich ticke? Und was nun? - Mitarbeiterführung:
Leitende Tätigkeiten braucht jedes Unternehmen – aber nicht zwingend Hierarchien! - Prozessmanagement:
Silodenken überwinden, professionell & produktiv zusammenarbeiten! Geht das? - Kommunikation:
Warum reden wir aneinander vorbei und was können wir dagegen tun?
Die typische erste Reaktion auf meine Empfehlung ist: »Wozu? Die Rolle ist doch klar. Ich bin schließlich seit Jahren Unternehmer und ich arbeite seit Jahren mit anderen zusammen«.
Ihre Rolle als Unternehmer
Fängt man doch mit der Rollenklärung an, ist die Überraschung sehr groß. Denn man macht sich keine Vorstellung davon, wie viele unterschiedliche – und meist inkompatible – Erwartungen an eine Rolle gerichtet sein können. Diese Rollenkonflikte sind einer der Hauptursachen von Stress und Demotivation im Beruf.
Denn egal welche rechtliche Verpackung oder welchen Titel für die Visitenkarte man nimmt, die Erwartung, was man faktisch drin wiederfinden möchte, kann von Person zu Person sehr stark variieren.
Stellen Sie sich vor, zwei Inhaberfamilien stellen je einen Geschäftsführer und diese beiden sollen die Firma gemeinsam und gleichberechtigt führen. Stellen Sie sich nun vor, der eine Geschäftsführer hat die Erwartung: »Wir riskieren etwas und erobern neues Terrain« und der andere Geschäftsführer hat die Erwartung: »Wir setzen die Familientradition weiterhin fort«.
Die Folgen: Mal streitet man von morgens bis abends, mal geht man sich aus dem Weg. Dem Unternehmen dienlich ist beides nicht.
Daher verwende ich in der Arbeit gemeinsam mit den Beteiligten Ordnungsbegriffe, um die einzelnen Teilaspekte beschreiben zu können. Um sie voneinander abgrenzen zu können. Um klären zu können, mit welcher Brille die Person seine individuelle Arbeitswelt gerade wahrnimmt.
Denn eine Person kann gleichzeitig unterschiedliche Rollen innehaben: „Unternehmer”, „Investor”, „Geschäftsführer”, „Wahrer der Familientradition”, „Verwalter”, „Hobbyist”, etc. Als ob das nicht komplex genug wäre, hinzu kommen noch Vermengungen mit privaten Rollen: Vater, Mutter, Tochter, Bruder, usw. Von den familiären Konflikten in dem Zusammenhang ist ganz zu schweigen.
Frust aufgrund fehlender Rollenklärung
Das trifft nicht nur auf Ihre Mitarbeiter in den Abteilungen oder Ihre »Sandwich Manager« zu, das trifft auch auf Sie selbst als Unternehmer zu. Bei Ihren Mitarbeitern erkennen Sie es beispielsweise an einer geringeren Produktivität aufgrund fehlender (Selbst-) Motivation.
Daran können Sie es bei sich selbst vermutlich nicht ausmachen, denn Sie wären nicht dort, wo Sie heute sind, wenn Ihre Selbstmotivation nicht überdurchschnittlich stark ausgeprägt wäre. Aber auch Sie können das bei sich selbst »messen«:
Der Indikator hierfür ist Ihre »Freude am Unternehmersein«. Denken Sie dabei zurück an die Zeit, als Sie antraten, um etwas zu bewegen, im Vergleich zu Ihrer jetzigen Situation, wo Sie sich vielleicht im Klein-Klein des Alltags gefangen sehen und das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten.
Was zwischen damals und heute passiert ist, ist eine schleichende Veränderung Ihrer Rolle.
Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre eigene und die Rollen der Schlüsselpositionen in Ihrem Unternehmen zu klären und gegebenenfalls neu zu definieren. Sie werden überrascht sein, was allein dadurch an Arbeitsfreude, aber auch an Produktivität, gewonnen werden kann.
Damit ein CEO/unternehmerisch handelnder Geschäftsführer erkennen kann, ob und wo Handlungsbedarf besteht, bedarf es zunächst einer Bestandsaufnahme der eigenen Arbeit. Zur Selbstanalyse habe ich folgenden Fragebogen entwickelt:
