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Gre­xit-Debatte: Erfolg­reich anein­an­der vor­bei­re­den — 6 Kommentare

  1. Schö­nen guten Mor­gen, Herr Ghaf­fari,

    vie­len Dank für das Aus­ein­an­der­neh­men der Ebe­nen, auf denen ein Gespräch statt­fin­den kann. Das ist eine gute Erin­ne­rung für mich.

    Es würde ins­ge­samt zu mehr Frie­den und bes­se­rem Mit­ein­an­der dazu bei­tra­gen, wenn wir uns diese stets bewusst machen wür­den.

    Beste Grüße
    Valen­tina Levant

  2. Zwi­schen den Grie­chen und der Troika fin­det keine Kom­mu­ni­ka­tion son­dern ein Pocker­spiel statt. In dem Spiel möchte man viel­leicht bewußt, dass die Signale fehl­ge­deu­tet wer­den?

    • Die Inten­tion des Spre­chers ist eine sehr wich­tige und eine durch­aus ernst zu neh­mende Kom­po­nente. Der Spre­cher kann authen­tisch auf diese Ebene kom­mu­ni­zie­ren oder auf jene wech­seln oder mani­pu­la­tiv. Damit der Zuhö­rer eine dazu pas­sende Stra­te­gie anwen­den kann, ist er zunächst gut bera­ten, die Ebene der Kom­mu­ni­ka­tion sei­nes Gegen­übers rich­tig zu iden­ti­fi­zie­ren.

      Die deut­sche Seite ver­sucht stets sach­lich zu argu­men­tie­ren. Gele­gent­lich kommt der Frust durch, dass man die argu­men­ta­ti­ven Fähig­kei­ten der Gegen­seite »als wenig aus­ge­prägt« wahr­nimmt – um es diplo­ma­tisch zu for­mu­lie­ren.

      Die deut­sche Seite könnte auch eine andere Stra­te­gie anwen­den. Z.B. indem ein Ver­tre­ter, der die Bezie­hungs­spra­che (und idea­ler­weise auch die Lan­des­spra­che) beherrscht, durch Zei­tungs-Inter­views und Teil­nahme an TV-Dis­kus­si­ons­run­den das grie­chi­sche Volk direkt auf der Bezie­hungs­ebene anspricht und es auf die­ser Ebene »abholt«.

      Auch eine andere Gegen­stra­te­gie wäre denk­bar, die ich aber der deut­schen Seite nicht zutraue, weil sie arg gegen die innere Logik ver­sto­ßen würde: Bei einer Ver­un­glimp­fung der Würde der deut­schen Top-Poli­ti­ker (z.B. durch Kari­ka­tu­ren, die unter die Gür­tel­li­nie zie­len) belei­digt reagie­ren und alle Sach-Dis­kus­sio­nen genau des­we­gen abbre­chen! Das bewirkt Wun­der, aber nur dann, wenn es als authen­tisch wahr­ge­nom­men wird!

  3. Letzt­end­lich ist Grie­chen­land um Gre­xit herum gekom­men. Es bleibt abzu­war­ten, wie sich die ganze Situa­tion dort ent­wi­ckelt und ob Grie­chen­land sich auch an die Spar­pläne hält.

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