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Per­so­nal­ma­nage­ment – Warum stel­len Unter­neh­men Kar­rie­ris­ten ein? — 4 Kommentare

  1. Im Gegen­teil zu den Kar­rie­ris­ten lösen die ande­ren von Ihnen erwähn­ten Grup­pen oft -irra­tio­nale- Ängste bei den Arbeit­ge­bern aus, auch wenn näher betrach­tet diese Ängste oft unbe­grün­det sind, zumal die AG-sei­ti­gen Ent­schei­der i.d.R. zu der Gruppe der Kar­rie­ris­ten gehö­ren.
    Daher kann man die von Ihnen gestell­ten Fra­gen wie folgt auch stel­len:
    Sollte die Allein­er­zie­hende ein oft kran­kes Kind und viel­leicht noch einen schwie­ri­gen EX-Part­ner haben, bleibt noch Zeit für unsere Arbeit?
    Schal­tet der ältere Arbeit­neh­mer nach der Pro­be­zeit den Schon­gang bis zur Rente ein?
    Wech­selt der Mit­ar­bei­ter in 2-3 Jah­ren erneut in einer neuen Bran­che?
    Akqui­riert der Teil­zeit-Selb­stän­di­ger unsere Kun­den für sein Unter­neh­men?

    • Sehr rich­tig! Bedau­er­lich wäre, wenn diese irra­tio­na­len Ängste dazu füh­ren wür­den, sich erst gar nicht mit einer Gruppe zu beschäf­ti­gen. Denn wenn die Fragen/​ Ängste the­ma­ti­siert und gemein­schaft­lich bespro­chen wer­den, stellt man recht schnell fest, dass sie nicht ziel­füh­rend sind. Denn die Was-wäre-wenn-Fra­gen tref­fen selbst­ver­ständ­lich auch auf die Kar­rie­ris­ten zu: Was wäre, wenn der Kar­rie­rist von ges­tern sich mor­gen schei­den lässt, als allein­er­zie­hen­der Eltern­teil sich nun­mehr um das Kind küm­mern muss und das Kind oft krank ist, was dazu füh­ren könnte, dass die Kraft fehlt, um die Arbeit mit vol­ler Ener­gie vor­an­zu­trei­ben, und der eins­tige Kar­rie­rist des­we­gen das Haus ver­lässt oder den Schon­gang ein­legt?

      Ist man über diese Hürde hin­weg, kann es gut sein, dass man anfängt, die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len: Wel­che Talente benö­ti­gen wir wirk­lich für diese kon­krete Stelle und woran erken­nen wir, ob der Bewer­ber über die benö­tig­ten Talente ver­fügt? Denn er kann ja viel erzäh­len, wenn der Tag lang ist. Und siehe da: Das Leben selbst ent­puppt sich nicht sel­ten als eine strenge Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung für künf­tige Exper­ten, die recht aus­sa­ge­fä­hige »Der-Absolvent-hat-erfolgreich-an-…«-Zertifikate aus­stellt.

  2. Ich finde bei der Per­so­nal­aus­wahl, sollte man viel mehr auf sein inne­res Bauch­ge­fühl hören. Glei­ches und Glei­ches gesellt sich gern. Die Sym­pa­thie ist meist gleich vor­han­den. Dies ver­ges­sen die Men­schen nur lei­der meist. Dabei könnte es so ein­fach sein

    Gruß

    • Das ist durch­aus rich­tig: »Glei­ches und Glei­ches gesellt sich gern«. Die Vor­teile lie­gen auf der Hand, aber das »Schlechte im Guten« ist genauso vor­han­den: Gefahr einer zu ein­sei­ti­gen Beset­zung von Teams/​Abteilungen anstatt Aus­ge­wo­gen­heit und Balance. Der Per­fek­tio­nist braucht gele­gent­lich jdn, der ihn daran erin­nert, dass er fünfe auch gerade las­sen könnte. Der ziel­fo­kus­sierte Macher braucht ab und an mal jdn., der seine Auf­merk­sam­keit auf die Wahr­neh­mung der Befind­lich­kei­ten sei­nes Gegen­übers lenkt, etc.

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