In diesem Beitrag geht es um das Für und Wider einer gendergerechten Sprache im Allgemeinen und das Entgendern nach Hermes Phettberg im Besonderen.
In diesem Beitrag geht es um das Für und Wider einer gendergerechten Sprache im Allgemeinen und das Entgendern nach Hermes Phettberg im Besonderen.

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Entgendern nach Hermes Phettberg

13 Min.

In diesem Beitrag befasse ich mich mit dem Für und Wider der Einführung einer gendergerechten Sprache und beschreibe, warum ich das Entgendern nach Phettberg für den einzig praktikablen Weg erachte.

Die Einführung einer gendergerechten Sprache ist eines der gegenwärtigen Themen im deutschsprachigen Raum. Das Entgendern nach Phettberg ist dabei der breiten Öffentlichkeit noch nicht geläufig. Vielmehr wurde und wird das Pro und Kontra einer mehrgeschlechtlichen Schreibweise kontrovers und teils emotional diskutiert.

All diese Diskussionen haben mich in der Tat für die Problematik sensibilisiert. Ich habe mich mit der Thematik auseinandergesetzt und konnte die Argumente der Kritikys des Status quo gut nachvollziehen.

Bislang hatte ich mich jedoch nicht an eine Umsetzung gewagt, da mich die dargebotenen Lösungsansätze nicht überzeugten. Für mich gilt jedoch:

Nur weil einem die Lösung nicht gefällt, hört das Problem deswegen nicht auf zu existieren.

Daher habe ich weitergesucht, um einen Einfluss auf die Lösung haben zu können und nicht eines Tages vor vollendeten Tatsachen gestellt zu werden. Nun glaube ich die Lösung gefunden zu haben und traute mich daher sogar, sie in einer gesprochenen Variante umzusetzen:

Die 2. Auflage meines HörbuchesNachhaltige Entscheidungsprozesse“ ist kürzlich veröffentlicht worden.

Darin wende ich erstmalig das Entgendern nach Phettberg an.

Hermes Phettberg (* 5. Okt. 1952 in Hollabrunn als Josef Fenz) ist ein österreichischer Schauspieler, Aktionskünstler, Schriftsteller und Talkshow-Moderator.

In seiner Kolumne verwendet er seit 1992 (!) eine genderneutrale Sprache.

Auszug Buchcover Nachhaltige Entscheidungsprozesse. Das eBook ist auch als Hörbuch erhältlich. Nur Hörbuch ist das Entgendern Phettberg angewendet.

Welche organisatorischen Hürden gilt es zu berücksichtigen, um gute Entscheidungen treffen zu können? Welchen Mehrwert liefern Hierarchien? Und warum reden wir Menschen so oft aneinander vorbei?

Welche Erkenntnisprozesse lagen meiner Entscheidung zugrunde? Bevor wir uns mit dem Entgendern nach Phettberg auseinandersetzen, erscheint es geboten, Ihnen zuerst Kontextinformationen zur Verfügung zu stellen.

Generisches Maskulinum

Die Gender-Problematik geht einher mit dem Konzept des „generischen Maskulinums“. Damit ist die geschlechtsneutrale Verwendung maskuliner Substantive oder Pronomen gemeint. Exemplarisch:

  • „Der Manager“ soll ein Sammelbegriff für alle Personen sein, die mit Managementaufgaben betraut sind – unabhängig von ihrem Gender.
    • Wenn eine männliche Person explizit gemeint ist, dann bleibt es beim „der Manager“.
    • Erst wenn eine weibliche Person explizit gemeint ist, dann wird das Wort „die Managerin“ daraus abgeleitet.

Beim „Gendern“ geht es somit darum, die Geschlechter sprachlich gleichzubehandeln. Dafür wurden zunächst beide Geschlechter konkret geschrieben („Der/die Manager/in“), respektive gesprochen („Manager oder Managerin“).

Spätestens seit der rechtlichen Einführung des Geschlechts „diverse“ im Jahre 2018 (m, w, d, x) wird bewusster wahrgenommen, dass mehr als nur zwei Geschlechter existieren. Seitdem wird über die Verwendung von mehrgeschlechtlichen Schreibweisen diskutiert, mit denen eine Bandbreite [von … bis] zum Ausdruck gebracht werden soll – also inklusive „divers“.

FormBeispielsatz
Gener. Maskul.Der Manager & seine Mitarbeiter nehmen teil.
Unterstrich [ _ ]Die_der Manager_in & ihre_seine Mitarbeiter_innen nehmen teil.
Stern [ * ]Die*der Manager*in & ihre*seine Mitarbeiter*innen nehmen teil.
Doppelpunkt [ : ]Die:der Manager:in & ihre:seine Mitarbeiter:innen nehmen teil.

Exkurs: Das „generische“ Problem in der englischen Sprache:

Warum wird eine gendergerechte Sprache gefordert?

Das Hauptargument für das Gendern ist, dass trotz des Wunschdenkens bezüglich des generischen Maskulinums nicht alle Gender angesprochen sind – respektive diese sich nicht angesprochen fühlen.

Die Kontrahentys hingegen merken an, dass die männliche Form aufgrund des allgemein-gültigen Sprachgebrauchs ausreiche und diese Form ihnen gefällt.

Wer hat recht? Wessen Emotionen haben Vorrang? Auf wen sollten wir hören?

In erster Linie zählen die Stimmen der betroffenen Personen. Nicht die der anderen!

Ich denke, wir sollten uns danach richten, wie das, was wir sagen, bei einer signifikanten Anzahl der betroffenen Personen ankommt, und nicht danach, wie wir es gemeint hatten.

Ich persönlich handhabe es daher so: Wenn ich nicht betroffen bin, oder mich nicht betroffen fühle, dann

  • halte ich mich mit Meinungsäußerungen und Ratschlägen zurück,
  • höre den Betroffenys empathisch zu, versuche sie zu verstehen und
  • halte Ausschau nach Möglichkeiten, ihnen entgegenzukommen.

Vom Status quo fühlen sich eine signifikante Anzahl von Frauen und diverse betroffen. Nicht wir Männer. Die Empfindungen von uns Männern sind daher m. E. genauso irrelevant, wie die minderen von Frauen und diverse, die drüberstehen können/wollen und kein Problem damit haben!

Denn wir, die nicht betroffen sind, oder uns nicht betroffen fühlen, müssen keine mentalen oder körperlichen Schäden befürchten, wenn wir in diesem Punkt unsere liebgewonnenen Sprachgewohnheiten ein Stück weit aufgeben.

Natürlich gesetzt den Fall, dass keine Sachargumente dagegen sprächen, denn dann würde ich sie selbstverständlich thematisieren.

Lassen Sie uns daher nachfolgend die Sachargumente gegen das Gendern näher beleuchten, die üblicherweise vorgetragen werden.

Werden durch das generische Maskulinum alle Geschlechter angesprochen?

Es ist für mich objektiv nachvollziehbar, dass nicht alle Geschlechter angesprochen sind. Denn erst 1977 wurde in D die „Hausfrauenehe“ abgeschafft und Frauen dürfen erst seit dieser Zeit ohne Genehmigung ihres Mannes entscheiden, ob und welchen Beruf sie ausüben wollen.

Davor war ein Großteil der Berufe für Frauen schlicht nicht zugänglich. Sei es, weil die Ehemänner das nicht wollten, oder der Arbeitgeber das nicht wollte. Lufthansa beispielsweise antwortete 1975 einer Bewerberin wie selbstverständlich: „Wir stellen grundsätzlich keine Frauen als Pilotin ein“. Sie klagte daraufhin. (Das habe ich gelesen, jedoch nicht verifiziert.)

Ich habe Stellenanzeigen aus den 60ern und 70ern überflogen. Auffällig war für mich, dass in aller Regel explizit auch die weibliche Anrede verwendet wurde, wenn die Stelle auch für eine Frau zugänglich war.

Wenn vom „der Pilot“, „der Chirurg“, „der Chef“, etc. die Rede war, dann war damit in der überwiegenden Mehrheit der Fälle eben mutmaßlich nicht das generische Maskulinum gemeint, sondern ein Mann. Genauso wie mit „die Hebamme“ eine Frau gemeint war und kein generisches Femininum.

Ich kam für mich zur Überzeugung:
Das Konzept des generischen Maskulinums ist eine nachträglich etablierte Mär, um die rechtlich vollzogene Gleichstellung von Frauen sprachlich nicht umsetzen zu müssen.

Die Bilder in unseren Köpfen!

Und es ist für mich leicht nachvollziehbar, warum eine signifikante Anzahl von Frauen und diverse behaupten, sie würden sich nicht angesprochen fühlen. Der Germanist Thomas Kronschläger, der im Übrigen das Entgendern nach Phettberg entdeckt, für gut befunden und seitdem publik macht, schlägt das folgende Experiment vor:

  • Stellen Sie in der Fußgängerzone 12 Personen die Frage: „Nennen Sie mir Ihre drei Lieblingsschauspieler.“
  • Anschließend stellen Sie weiteren 12 Personen diese Frage: „Nennen Sie mir Ihre drei Lieblingsschauspielerinnen und Lieblingsschauspieler.“

Und Sie werden feststellen, dass die Ergebnisse sich signifikant unterscheiden werden, was die Anzahl der genannten weiblichen Schauspieler betrifft.

Ist diese Gender-Debatte eine reine Symptombehandlungsdebatte?

Ein oft vorgetragenes Gegenargument lautet: Die Thematik einer gendergerechten Sprache würde vom eigentlichen Thema ablenken, das lautet: Wir sollten uns um die Bekämpfung des „Gendergap“ insgesamt kümmern und nicht um Nebenkriegsschauplätze wie diese!

Beim Gendergap geht es um den signifikanten Unterschied zwischen den sozialen Geschlechtern im Hinblick auf Lebensbedingungen, Einkommen o. Ä.

Dieses Argument ist m. E. leicht zu widerlegen. Nehmen wir einfach an, wir hätten es mit einer Managerin zu tun, die von ihren männlichen Kollegen auf Augenhöhe wahrgenommen und ebenso behandelt wird. Sie erhält die gleiche Bezahlung wie diese und besitzt die gleichen Karrierechancen. Die Gendergap-Problematik liegt somit hier nicht vor.

Und dennoch möchte sie sich womöglich nicht damit abfinden, dass sie „mitgemeint“ ist, wenn jemand im Unternehmen der Manager sagt.

Als ihr männlicher Kollege hätte ich persönlich ihre Forderung als absolut legitim erachtet. Denn ich gebe es gerne zu: Ich selbst hätte es auch nicht als sehr prickelnd empfunden, „mitgemeint“ zu sein, wenn jemand die Managerin sagt.

Wie Sie sehen, tatsächlich ist es genau umgekehrt:

Das Gendergap-Argument ist ein Scheinargument, um die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Argument abzulenken und stattdessen auf ein viel komplexeres und fundamentaleres Problem zu verweisen.

Was haben die Personen davon, die das Gendergap-Argument anbringen? Andere werden Verständnis dafür haben, dass eine gute Lösung für so ein komplexes Problem nicht leicht und im Hier und Jetzt zu finden ist.

Und schon geht durch dieses rhetorische Spielchen der Kelch an sie vorüber und sie brauchen das mit dem generischen Maskulinum zusammenhängende Problem im Hier und Jetzt nicht ernst zu nehmen und die vorliegenden konkreten Lösungsansätze zu diskutieren.

Eine Sprache bietet kulturelle Stabilität und sollte nicht durch sprachliche Anpassungen verhunzt werden?

Und dann haben wir solche Gegenargumente, wie z. B., dass das Gendersternchen o. Ä. nicht den Regeln der deutschen Rechtschreibung entsprechen. Solche Argumente laufen letztlich darauf hinaus, dass die deutsche Sprache als statisch zu betrachten sei und festen Regeln folge.

Nichts könnte weiter weg von der Realität sein, denn nichts ist beständiger als der Wandel der Sprache.

  • Vergegenwärtigen Sie sich beispielsweise, was 1941 passierte: Durch den „Normalschrifterlass“ wurde das Lehren der bis dahin gültigen Sütterlin-/Kurrentschrift im Schulunterricht ganz untersagt. Sprich: Alle mussten tatsächlich das Schreiben neu erlernen!
  • Oder der Umstand, dass 1996 die deutsche Sprache eine weitreichende Rechtschreibreform verpasst bekam, die seitdem mehrfach überarbeitet wurde – zuletzt im Jahre 2018.

Sprache im Internet-/Social-Media-Zeitalter

  • Oder betrachten Sie die Veränderungen der Sprache seit Beginn dieses Jahrhunderts bis heute.

Früher war es beispielsweise Menschen wichtig, sprachlich zu demonstrieren, dass sie belesen sind und komplex denken können. Sie bildeten Schachtelsätze und verwendeten gerne ungewöhnliche Worte.

Im Internetzeitalter hingegen bestimmen Lesbarkeits-„Scores“ und die englischen Schreibusancen unseren Schreibstil und sorgen dafür, dass die Sätze immer kürzer und die verwendeten Worte immer schlichter werden.

Apropos, sehen Sie sich diese von mir konstruierte Passage an:

  • Bro, das ist ja ein Claim, den Du hier chillig aufstellst. Vermutlich hast Du aber recht und wir alle sollten tatsächlich die angelsächsischen Tags downsizen und OK-Boomer enabeln, sich zu engagen. Why hin, Purpose her, am Ende kommt es ohnehin darauf an, dass wir mit unserer Attitude beim täglichen Walk impressen.

Ich behaupte: Sogar vor 10 Jahren hätte kaum ein Mensch dechiffrieren können, was für ein Kauderwelsch ich hier von mir gegeben habe. Heutzutage jedoch gibt es eine beachtliche Anzahl von Menschen, die das könnten.


Oben skizzierte Veränderungen der deutschen Sprache sind in der Tat gravierend. Bildhaft gesprochen, die Sprache musste sich stationär und unter Vollnarkose behandeln lassen. Im Vergleich dazu erscheint mir das Gendersternchen als ein simpler ambulanter Eingriff.

All solche „Wenn-wir-mit-der-Diskussion-fortfahren-dann-geht-die-Welt-unter“-Scheinargumente laufen letztlich darauf hinaus, dass wir Menschen keine Veränderungen unserer Gewohnheiten mögen und uns mit Händen und Füßen zur Wehr setzen. Nicht mehr und nicht weniger.

Das war bei der Einführung der Gurtpflicht genauso zu beobachten, wie bei der Einführung des Rauchverbots.

Nicht das Gendern ist m. E. die Lösung, sondern das ENTgendern!

Ja, ich sehe ein: Wir benötigen dringend eine Reform, um eine gendergerechte Sprache zu gewährleisten.

Aber auch ich habe ein Problem mit den oben offerierten Lösungsansätzen. Auch wenn die Welt gewiss nicht unterginge, ich bin sehr froh, dass sie bis dato nicht zur Pflicht gemacht wurden. Nicht nur aus dem Grund, weil sie mündlich kaum aussprechbar sind, sondern hauptsächlich deswegen:

Wenn ich Unternehmen berate und begleite, damit sie produktiver und profitabler arbeiten, versuche ich die Menschen dort dafür zu begeistern, ihre Personas in gewisser Hinsicht außen vor zu lassen. Mit „Persona“ ist das zur Schau getragene, selbst inszenierte Bild der eigenen Persönlichkeit gemeint.

Stattdessen lenke ich die Aufmerksamkeit darauf, wie einzelne Tätigkeiten ineinandergreifen, welche Faktoren einen Einfluss auf die Zusammenarbeit haben und wie jedes Individuum positiv darauf Einfluss nehmen kann.

Dies vorausgeschickt, nehmen wir an, vor mir sitzt eine Person, die dafür zuständig ist, die Produkt-/ Preislisten anzulegen und zu pflegen.

  • Was Einfluss auf die Leistungsgüte und -menge der Person hat, sind die Unternehmenskultur, die organisatorischen Rahmenbedingungen oder die IT-Infrastruktur des Unternehmens.
  • Was ebenfalls Einfluss hat, sind die Fähigkeiten der Person, ihre Persönlichkeit und auch die an sie gerichteten Rollenerwartungen.
  • Was keinen Einfluss hat, ist die Frage, welche Hautfarbe, Religion oder kulturellen Hintergrund die Person hat, ob sie in einem Rollstuhl sitzt, voll tätowiert ist, sichtbare Implantate trägt, oder jede andere beobachtbare Auffälligkeit.
  • Und was ebenfalls keinen Einfluss darauf hat, ist das Gender oder die sexuelle Orientierung der Person. Leider gilt:

Durch das Gendern wird die Aufmerksamkeit auf das Gender einer Person gelenkt!

Und das, obwohl das Gender in den aller seltensten Fällen eine Relevanz hat. Und mit diesem Argument landen wir zwangsläufig beim ENTgendern.

Das Entgendern nach Phettberg

Anstelle der Verwendung einer mehrgeschlechtlichen Schreibweise geht es beim Entgendern darum, den Satz geschlechtsneutral zu formulieren, wenn das Geschlecht der Person nicht bekannt oder in dem gegebenen Kontext schlicht nicht relevant ist.

Dafür war mir bislang nur die „x-Form“ bekannt, die sowohl optisch als auch phonetisch sehr grauenvoll daherkommt.

Das Entgendern nach Phettberg hingegen ist nicht nur optisch und phonetisch ansprechend, sie ist darüber hinaus phänomenal einfach umsetzbar:

Nach Phettberg hängen wir zum Entgendern ein -y an den Wortstamm an – respektive -ys im Plural – und das Wort wird im Genus zum Neutrum.

FormBeispielsatz
x-Form [ x ]X Managx & xs Mitarbeitxs nehmen teil.
Phettberg [ y ]Das Managy & seine Mitarbeitys nehmen teil.

Das Entgendern nach Phettberg im Detail:

  1. Bei Wörtern, die auf -er enden, ersetzt das -y das -er:
    Der Manager → Das Managy
  2. Bei Wörtern, die nicht auf -er enden, wird das -y angehängt:
    Der Mentor → Das Mentory
    1. Ausnahme: Personenbezeichnungen, die auf -ling enden:
      Der Lehrling → Das Lehrly
  3. Ob zusätzlich im Wort entgendert werden soll, ist Geschmackssache und wohl jedem selbst überlassen:
    Mitarbeitersprecher → Mitarbeityersprechy
  4. Es gelten alsdann die bekannten Grammatikregeln.
    1. Dazu gehört somit auch, dass Wörter, die für die Pluralbildung umgelautet werden, auch hier umgelautet werden:
      Betriebsrat → Betriebsräte → Betriebsrätys
    2. Und die Verwendung von Pronomina im Fließtext erfolgt wie bei jedem anderen Neutrum auch:
      In seiner Präsentation stellte das Managy vor …
      (Es wird jedoch empfohlen, im schriftlichen Gebrauch ein (n.) dazuzuschreiben, wenn man Unklarheiten vermeiden u/o deutlich machen möchte, dass das Geschlecht keine Rolle spielt:
      In seiner (n.) Präsentation stellte das Managy vor …)

Mein Hörbuch nach diesen Regeln (frappierend leicht) umzuformulieren, bedeutete für mich das Betreten von Neuland. Bonus: Ich war dabei gut gelaunt und hatte viel Spaß.

Dies ist sicher ein recht ungewohntes Hörerlebnis für Sie. Sollten Sie die Zeit und Muße finden, werden Sie hoffentlich feststellen, dass ein trockenes Sachthema sich sogar ein Stück weit niedlich anhören kann.

Eine Kostprobe?

“[…] „Von Controlly über IT- bis HR-Spezialisty, zur Unterstützung stellt das Unternehmen den Fachkräftys interne Dienstleistys zur Seite.

Auch dieser Input bedeutet einen Mehrwert für das Nutznießy – und in letzter Folge für das externe Kundy des Unternehmens.“

Nach dieser Lesart sind Leitendys weitere Dienstleistys der Fachkräftys!

Obacht: Nicht das Dienstleisty entscheidet, was einen Mehrwert darstellt, sondern das Nutznießy! […]”

Auszug Buchcover Nachhaltige Entscheidungsprozesse. Das eBook ist auch als Hörbuch erhältlich. Nur Hörbuch ist das Entgendern Phettberg angewendet.

Welche organisatorischen Hürden gilt es zu berücksichtigen, um gute Entscheidungen treffen zu können? Welchen Mehrwert liefern Hierarchien? Und warum reden wir Menschen so oft aneinander vorbei?


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Kommentare

4 Kommentare zu „Entgendern nach Hermes Phettberg“

  1. Entgendern nach Phettberg von Thomas Kronschläger ist sehr praktikabel. Sogar kürzer, also sprachökonomischer (Bürgymeistygehilfys). Sogar Lehrling, Liebling, Widerling damit möglich: Lehrly, Liebly, Widerly.

    Ich habe es für mich noch erweitert und die Personalpronomen entgendert bzw. ‘es’ personalisiert:
    yes statt es: “Yes sagte es gefällt ihmy.”
    “Das Professy hat seiny Themengebiet”
    • seiny Hund, seinye Katze, seinyes Hundes, seinyer Katze, seinyem Hund, seinyen Hunden oder Katzen.
    • ye wird je gesprochen
    • statt man: mensch
    • ihmy, welchyes, einyen, einyem, jemandy, jemandyen, jemandyem, niemandy, niemandyen, niemandyem.
    • Plural ihry, ihrye, usw.

    1. Sehr spannend! Vielen Dank!

      Die Personalpronomen-Thematik ist in der Tat ein grundsätzliches Problem der deutschen Sprache. Ein Satz wie “Das Mädchen zieht seine Schuhe aus” kommt mir in der Tat sehr schwer über die Lippen. Ich hatte überlegt, dass möglicherweise x statt s funktionieren könnte: Das Professory hat xein Themengebiet…

      1. Christian Ziegler

        Ich feiere das Entgendern nach Phettberg sehr!
        Wenn ich meine Kollegys anspreche, ist es mir sehr wichtig das Geschlecht außen vor zu lassen.
        Weil es in der Regel nicht relevant sein darf.

        Das schöne daran ist, wir brauchen eben KEIN neues Personalpronomen.

        Beispiel:
        Das Kind hat sein Buch zu Hause vergessen.

        Bisher wurde das nie öffentlich angekreidet. Außer als Scheinargument (gegen gendern) von den auch o.g. Gralshütys des Deutschen.

        Beim Mädchen ist es natürlich anders. Inzwischen soll es auch erlaubt sein, hier Ausnahmen zu machen.

        Und das Mädchen ist nur ein Einzelfall. Woanders wird das Personalpronomen nicht getauscht.

        Das ist mir sehr wichtig, daraufhin zu weisen. Was viele vergessen, nicht jedy ist so sprachlich fit nicht bekannte Kunstformen so umsetzen.
        Selbst mit Übung gelingt das nicht!

        Ich selbst tue mir schon hart mit dem Wort Oberbürgymeistystellverty …

        Danke schön fürs Verständnis! Denn neue Pronomen sind wie das Gendern erstmal gut gemeint. Am Ende grenzt es eben aus, weils einfach nicht umsetzbar ist.

        Weiter oben laß ich “den betroffenys”.
        Der betroffene, die betroffene, das betroffene, in Plural die betroffenen.

        Die Tücke steckt eben im Detail :).

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