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Wert­schöp­fung opti­mieren: Markt­pla­nung betreiben oder Kunden besuchen? — 1 Kommentar

  1. Den beson­deren Stel­len­wert, der dem Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment im Rahmen der Marke­ting­pla­nung etwa im Gegen­satz zur Produk­ti­ons­pla­nung zukommt, machen nach­ste­hende Beispiele deut­lich.
    Ein Manager im B2B-Bereich steht vor der Aufgabe, die Verkaufs­preise für das Teile­sor­ti­ment fest­zu­legen. Einen erheb­li­chen Anteil seiner Entschei­dungs­vor­be­rei­tung wird er in diesem Falle darauf verwenden, heraus­zu­finden, Was die Kunden erwarten, worauf sie beson­deren Wert legen, welche Preise die Konkur­renten verlangen, wie sich deren Produkte in den Augen der Kunde unter­scheiden und wo für die betref­fenden Produkte die Preis­schwelle liegt – oder anders ausge­drückt: was ein normaler Kunde übli­cher­weise für das entspre­chende Produkt und den entspre­chenden Service zu zahlen bereit ist. Hat er diese Infor­ma­tionen in hinrei­chender Qualität vorliegen, so wird es für ihn leicht sein, den „opti­malen“ Preis fest­zu­setzen.
    Für einen Manager, der in einem größeren Werk die Produk­ti­ons­steue­rung durch­führt, ist die Situa­tion in der Regel inso­fern anders, als er über alle dazu notwen­digen Infor­ma­tionen (z.B. Ferti­gungs­dauer für ein Stück auf verschie­denen Maschinen) verfügt, daraus aber nur unter erheb­li­chem Aufwand die Produk­ti­ons­steue­rung ableitet.
    Während dem Marke­ting­planer die Beschaf­fung der Daten übli­cher­weise mehr Sorge bereitet als die Ablei­tung von Hand­lungs­emp­feh­lungen, stellt sich für den Produk­ti­ons­planer die Situa­tion dem entge­gen­ge­setzt dar. Inso­fern ist jedoch die Beschaf­fung adäquater Daten für ersteren eine conditio sine qua non erfolg­rei­cher Planungen. Aller­dings muss der Marke­ting-Manager ebenso einen bran­chen­be­zo­genen Infor­ma­ti­ons­vor­sprung („Intui­tion“) haben, der letzt­end­lich Zeit spart.

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