Kommentare

Ist kon­struk­tiv und lösungs­ori­en­tiert zu sein womög­lich destruk­tiv? — 5 Kommentare

  1. Danke Kou­rosh für diese wert­schät­zende Hal­tung zu mei­ner quasi Kri­tik, sodass gleich etwas Nütz­li­ches dar­aus abge­lei­tet wird.

    Mich hätte aber schon inter­es­siert was ein Installateu:in dazu sagen würde ;-)

    • Ich darf mut­ma­ßen: „Da ich Sie gerade daran habe Herr Ghaf­fari, wir haben aktu­ell XY im Ange­bot. Ich habe über­haupt nichts dage­gen, dass Sie mir ‚hier­ar­chisch‘ einen Auf­trag ertei­len. Und sollte ich mei­nen Job gut machen, dann habe ich weder was gegen ein Lob in Form einer guten Bewer­tung, noch was gegen ein Lob in Form eines Fol­ge­auf­tra­ges.“ :)

  2. Love it, diese Ehr­lich­keit! Danke dafür, Kou­rosh Ghaf­fari! Könnte aus die­sem Bei­trag ein Buch ent­ste­hen? 🤓
    Mein Senf dazu gleich auf ein kl. Detail ach­tend 🧐:
    Was mich in die­sem Arti­kel und auch in unse­ren Gesell­schaft stört ist das m.E. oft und unbe­dacht genutzte Wort Lob.

    Es hat sich bei uns gesell­schaft­lich nun ein­mal so ein­ge­prägt, dass Lob das Vor­han­den­sein einer Hier­ar­chie meint, eine Note gibt, bewer­tet, sprich „das hast Du gut gemacht!“ mei­nend „das war grad mei­nen Bedürf­nis­sen ent­spre­chend!“. Oder: „Das ist ein gutes Buch, das Du geschrie­ben hast!“.

    Alles ok, wenn es von einem Exper­ten kommt, des­sen Mei­nung für mich hilf­reich sein kann, aber nicht von jemand der z.B. selbst nie ein Buch geschrie­ben hat. Da will ich kein Lob von die­ser Per­son und seine Mei­nung wäre höchs­tens nett, auch wenn etwa von oben herab. Da wären mir Ich-Sätze anfan­gend mit „Für mich ist es…“ lie­ber.

    Wenn ein Leh­rer dem Schü­ler Lob auspricht, ist alles fein. Wenn es unter zwei Per­so­nen geschieht, die in kei­nem hier­ar­chi­schen Ver­hält­nis ste­hen (Leh­rer-Schule, Experte-um Rat Fra­gende, Vor­ge­setz­ter-Azubi) ist es m.E. unan­ge­bracht.

    Um weni­ger wie Nabel der Welt zu wir­ken, wären
    Wör­ter wie Aner­ken­nung oder Wert­schät­zung m.E.

    • Die Kri­tik w/​ Lob ist m.⁠E. abso­lut berech­tigt. Denn so wie Lob i.⁠d.⁠R. ange­wen­det wird, star­tet und endet es damit, dass wir uns damit begnü­gen, der Per­son mit­zu­tei­len, was oder wer sie aus unse­rer Sicht ist. („Ich finde es gut, dass du kon­struk­tiv bist.“). Und ja: nicht sel­ten kommt (unbe­wusst) eine „hier­ar­chi­sche“ innere Hal­tung dazu à la: „Na, das hast du aber fein gemacht mein klei­ner“.

      Aner­ken­nung“, „Lob“ und „Wert­schät­zung“ ver­wende ich hier als Platz­hal­ter­be­griffe, um den Zweck der Kom­mu­ni­ka­tion ziel­ge­nauer beschrei­ben und dif­fe­ren­zie­ren zu kön­nen. Siehe Text, z.⁠B. für Lob blende ich diese Defi­ni­tion ein: „Mein ‚Lob‘ bezieht sich auf das Ergeb­nis der Tat der Per­son, das für mich wert­voll erscheint.“

      Die For­mel der „Gewalt­freien Kom­mu­ni­ka­tion“ hilft durch­aus hier­bei wei­ter, um so zu loben, damit die Per­son 1) tat­säch­lich was damit anfan­gen kann, i.⁠e. warum das Ergeb­nis der Tat für mich wert­voll ist und 2) es (hof­fent­lich) nicht als eine hier­ar­chi­sche Aus­sage wahr­nimmt.

      Also: Dadurch, dass du es the­ma­ti­siert hast, wurde mir bewusst, dass der geneigte Leser wohl kaum wis­sen kann, dass meine innere Hal­tung dazu von der Norm abweicht. So habe ich die Mög­lich­keit bekom­men, die Erläu­te­rung hier­mit nach­zu­lie­fern. Danke dir sehr dafür liebe Valen­tina.

      Und wie hof­fent­lich deut­lich zu erken­nen ist: Diese Aus­sage ist wahr für mich unab­hän­gig davon, ob sie von Prof. Dr. Dr. Expert:in für ger­ma­nis­ti­sche oder sozio­lo­gi­sche Fra­ge­stel­lun­gen o.⁠Ä. oder von mei­ner Installateur:in stammt.

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