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Geschäfts­mo­dell Zeit gegen Geld — 4 Kommentare

  1. Es ist rich­tig wie Sie es dar­stel­len, ich ergänze noch.
    Der Anbie­ter muss zuerst sich seine eige­nen Ziele defi­nie­ren und hier beginnt für man­che die Schwie­rig­keit.
    Frage: Warum rufe ich einen hohen oder nied­ri­gen Stun­den­satz auf?
    Möchte ich mit dem hohen Stun­den­satz mein eige­nes Ego strei­cheln (ich bin der Rolls Royce) oder möchte ich dabei viel ver­die­nen? Das Ver­die­nen ist nicht nur abhän­gig von dem Stun­den­satz son­dern auch von der Aus­la­tung und ein dop­pel­ter Stun­den­satz bedeu­tet trotz­dem weni­ger Ein­künfte wenn man dafür wesent­lich weni­ger aus­ge­las­tet bleibt.
    Auch ein nied­ri­ge­rer Stun­den­satz muss eine bewusste klare Ent­schei­dung sein.
    Dient er die Erhö­hung mei­ner Aus­la­tung oder ist er nur ein Lock­mit­tel um ggf. aus einem Ein­mal­kun­den einen Dau­er­kun­den zu gene­rie­ren.

  2. Für einen vor­han­de­nen Auf­trag spielt es oft keine Rolle ob man mit einem hohen Stun­den­satz nur die Kern­ar­beit direkt mit dem Kun­den berech­net oder mit einem nied­ri­ge­ren Stun­den­satz auch alle Zeit­fres­ser wie Fahrt­zei­ten, Tele­fo­nate, Recher­chen etc. abrech­net.

    Der eigent­li­che Unter­schied betrifft die Auf­trags­ver­gabe bei neuen Auf­trä­gen /​ Kun­den.
    Der neue Kunde neigt oft dazu, den Dienst­leis­ter mit dem nied­ri­ge­ren Stun­den­satz zu beauf­tra­gen, ganz gleich wie dabei spä­ter abge­rech­net wird.

    • Das ist durch­aus rich­tig was Sie sagen – gesetzt den Fall, dass man sich bewusst ist, wie­viel Zeit man mit all den „Zeit­fres­sern“ ver­bringt. Dann kann man auch eine bewusste Ent­schei­dung bezüg­lich der Pro­dukt- und Preis­po­li­tik tref­fen, die man ver­fol­gen möchte.

      Das ist m. E. nicht die Regel. Um Ihren Punkt in einem pla­ka­ti­ven Bei­spiel auf­zu­grei­fen, die Regel ist eher:

      Bera­ter* hat einen Tages­satz von 1.600,⁠ – . Die Per­son arbei­tet 2 Tage vor Ort und rech­net insg. 2,5 Tage inkl. Vor- und Nach­be­rei­tung = 4.000,⁠– ab. Sie ist sich aber nicht bewusst, dass sie mit allem Drum und Dran fak­tisch 4 Tage arbei­tet (ø 1.000,⁠ – /​Tag). Sie bie­tet nun einen Neu­kun­den einen Lock­preis von 1.000,⁠ – /​Tag an, ist aber wei­ter­hin unre­flek­tiert im alten Trott unter­wegs, rech­net somit 2,5 Tage ab, arbei­tet 4 Tage und hat folg­lich nur noch ø 625, – /​Tag.

      ø 625, – /​Tag ist nicht per se etwas nega­ti­ves. Als nega­tiv wird es emp­fun­den, wenn sie glaubt sich unter Preis ver­kauft zu haben und nicht wert­ge­schätzt zu wer­den bzw. sich zu über­ar­bei­ten und den­noch nicht genug hän­gen­bleibt. In die­sen Fäl­len ent­scheide ich zusam­men mit der Per­son fall­weise, wel­cher Weg eher passt: Die eige­nen Erwar­tun­gen u/​o den Preis u/​o die Berech­nungs­mo­da­li­tä­ten anzu­pas­sen u/​o eine Ska­lier­bar­keits­mög­lich­keit ein­zu­füh­ren?

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