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Ist Eck­art von Hirsch­hau­sens Pin­guin-Gleich­nis wahr? — 6 Kommentare

  1. Vie­len Dank, Herr Ghaf­fari, für die­sen Arti­kel, der mich zunächst etwas über­rascht hat. Diese Sicht­weise berei­chert.
    Der Begriff der Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­tenz habe ich für mich neu ent­deckt. Diese Kom­pe­tenz stellt ja eine eigene kleine Wis­sen­schaft dar.
    Mir bekann­tes lösungs­ori­en­tier­tes Den­ken ist dabei gar nicht gemeint, wie ich ein­gangs dachte.

    Die Poten­ti­al­ana­ly­sen, die ich für meine Kun­den durch­führe, wer­den nun um eine Erwei­te­rung rei­cher ;-)
    Vie­len Dank dafür.

    Ich wün­sche Ihnen wei­te­res fro­hes Schaf­fen! :-)

    Valen­tina Levant

    • Guten Mor­gen Frau Levant und danke für das freund­li­che Feed­back. Diese Kom­pe­tenz ist in der Tat der­zeit weni­ger »in«. Die Groß­el­tern-Genera­tion war auf­grund der Nach­wir­kun­gen des Krie­ges beson­ders darin »aus­ge­bil­det« und sie haben sie an ihre Kin­der wei­ter­ge­reicht. Am Rande erwähnt: Das ist m.E. das größte Asset der Mit­ar­bei­ter-Genera­tion 50+: Sie haben im Laufe der vie­len Berufs­jahre »viele Pferde kot­zen gese­hen« und blei­ben daher ent­spannt, wenn uner­war­tete Ereig­nisse auf­tre­ten. Sie kön­nen somit in Lösungs­stra­te­gien den­ken, wäh­rend junge Kol­le­gen ten­den­zi­ell eher in Panik und Aktio­nis­mus ver­fal­len.

  2. Schaf­fens­rau­sch und die Funk­ti­onslust sind weder die ein­zi­gen glücks­brin­gen­den Fak­to­ren, noch kön­nen sie dau­er­haft die Ein­sam­keit ver­ges­sen las­sen.
    In sei­nem Ele­ment fühlt sich der vor­her ein­same Pin­guin wohl, da er nicht nur mit einem ver­hält­nis­mä­ßig gerin­gen Auf­wand sein gutes Aus­kom­men hat, son­dern dar­über hin­aus von sei­nen Art­ge­nos­sen umge­ben ist.

    • Zuge­hö­rig­keits­ge­fühl ist in der Tat ein sehr wich­ti­ges Thema. Danke für die Ergän­zung. Das Gefühl der Zuge­hö­rig­keit gibt einer­seits Kraft und Fun­da­ment, ande­rer­seits erhöht es das Risiko, in der Kom­fort­zone hän­gen zu blei­ben und sich nicht wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

  3. Sehr geehr­ter Hr. Gaf­fahri,
    in vie­len Punk­ten Ihrer Sicht­weise gebe ich Ihnen recht. Es reicht nicht dar­auf zu war­ten, daß mein Ele­ment zu mir kommt, oder ich mich aus­schließ­lich in mei­nem Ele­ment bewege. Das wäre Still­stand.
    Doch dabei geht es mei­nes Erach­tens auch nicht.
    Ein Pin­guin hält sich viel außer­halb des Was­sers auf und wat­schelt unbe­hol­fen, doch mit gro­ßer Zähig­keit über Land um seine Nach­kom­men­schaft groß zu zie­hen und zu beschüt­zen.
    Ich habe die Bot­schaft so ver­stan­den, daß sie an alle Pin­guin-Men­schen gerich­tet ist, die ver­ges­sen haben, daß sie regel­mä­ßig vom Land ins Was­ser wech­seln müs­sen um nicht – see­lisch – zu ver­hun­gern.
    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    T. T. Lukas

    • Guten Tag Frau/​Herr Lukas und danke für Ihren guten Bei­trag.

      Ich glaube Sie haben seine Bot­schaft durch­aus so ver­stan­den wie er sie gemeint hat. Auch ich habe sie so ver­stan­den. Dies vor­aus­ge­schickt, ich hatte kei­nes­falls die Absicht, sei­ner Bot­schaft zu wider­spre­chen. Ich ergänze sie nur um eine wei­tere Per­spek­tive. Denn die sub­jek­tive Wahr­heit einer jeden Aus­sage ergibt sich auf­grund der Per­spek­tive, die man ein­nimmt.

      Es ist gut und wich­tig, dass Men­schen, die auf­grund ihrer Lebens­um­stände vergessen/​verdrängt haben, dass sie „Pin­guin-Men­schen“ sind, daran erin­nert wer­den. Genau das voll­bringt diese Geschichte auf eine sehr char­mante Art und Weise.

      Aber ich beob­achte auch eine andere Ten­denz: Die Ten­denz, dass heut­zu­tage Men­schen ein­fa­che For­meln für ihr Leben suchen und Coa­ches und andere Dienst­leis­ter ein­fa­che Lösun­gen offe­rie­ren. Das klingt zwar grif­fig und ermu­ti­gend, ist aber an der kom­plex-kau­sa­len Rea­li­tät vor­bei. Wenn man sich dar­auf ver­steift, dass einem eine ein­fa­che Lösung „ver­spro­chen“ wurde, aber die Rea­li­tät sich hart­nä­ckig wei­gert, mit­zu­spie­len, dann braucht man eine alter­na­tive Sicht­weise, um nicht in Frust und Starre zu ver­fal­len. Das ist die Per­spek­tive, die ich in mei­nem Bei­trag ein­nehme.

      Ich wün­sche Ihnen einen ange­neh­men und pro­duk­ti­ven Tag.

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