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Ein­stel­lungs­ge­spräch: Wol­len Per­so­nal­ent­schei­der mani­pu­liert wer­den? — 3 Kommentare

  1. »…wie sie sich für ein Inter­view klei­den soll­ten, was sie sagen soll­ten, wie sie sich ver­hal­ten soll­ten, usw.«

    Als GF habe ich stets von einem Kan­di­da­ten Abstand genom­men, wenn ich der Mei­nung war, dass die Ver­hal­tens­weis ein­stu­diert sein könnte.
    Somit ist der Rat des Autors rich­tig.

    D.

  2. Ich halte von den unzäh­li­gen Fach­bü­chern in dem die Bewer­ber »geschult« wer­den wenig.
    Abge­hen von Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten wie Pünkt­lich­keit, Sau­ber­keit, Vor­be­rei­tung auf das Gespräch oder Inter­esse für den Job, könn­ten viele Tips genau das Gegen­teil bewir­ken, von dem der Bewer­ber sich erhofft.

    Der Per­so­nal­ent­schei­der ist keine Maschine mit ein­pro­gra­m­ier­ter Algo­rith­mus, auch er/​sie ent­schei­det -wenn auch nicht zuge­ge­ben wird- zu einem Teil aus dem Bauch.

    Der beste Bewer­ber mit den bes­ten Zeug­nis­sen und gut ver­lau­fen­des Inter­view würde den Job nie bekom­men, wenn er den Ent­schei­der allein optisch oder von der Wort­wahl her an sei­nem bösen Nach­barn erin­nert.

    Daran ändert auch die 1. Emp­feh­lung an dem Ent­schei­der nicht, denn spä­tes­tens bei dem Gespräch sitzt der böse Nach­bar vor ihm.

    Die 2. Emp­feh­lung kann ich nur zustim­men.

    Die 3. Emp­feh­lung setzt vor­aus, dass der Ent­schei­der inner­halb der kur­zen Zeit die Schwä­chen des Bewer­bers her­aus­fin­det. Lächer­lich finde ich mitt­ler­weile die abge­dro­schene Frage an dem Bewer­ber nach sei­nen Schwä­chen und Stär­ken.

    Die 4. Emp­feh­lung setzt eine starke Per­sön­lich­keit des Ent­schei­ders vor­aus.
    (Jeman­dem zu neh­men der anders tickt als er) aber der Rat des Autors ist abso­lut rich­tig. Die Durch­mi­schung in einem Team hat auch viele Vor­tile, genauso wie eine Fuß­ball­mann­schaft die nicht nur aus Stürmrn bestehen soll.

    • zu 1: »[…]wenn er den Ent­schei­der allein optisch oder von der Wort­wahl her an sei­nem bösen Nach­barn erin­nert«

      Mein Reden! Wir spre­chen hier ja nicht davon, den künf­ti­gen Lebens­part­ner zu daten oder einen Kum­pel zu fin­den, son­dern von der Beset­zung einer *Rolle*, die für *die Firma* am bes­ten geeig­net ist. Gerade weil der Mensch nun ein­mal Mensch bleibt, und leicht in die von Ihnen beschrie­bene »Falle« gera­ten kann, emp­fehle ich sicher­zu­stel­len, dass man *vor­her* bereits eine zusätz­li­che Instanz zu Rate gezo­gen hat, die nun dage­gen hal­ten kann: die Ratio!

      zu 3: Abge­se­hen davon, dass Ent­schei­der sich in Fra­gen der ange­wand­ten Men­schen­kennt­nis bei Bedarf schu­len las­sen kön­nen, geht es hier gar nicht mal so sehr darum. Es reicht häu­fig, sich die Zeit zu neh­men und auf die eigene Berufs­er­fah­rung und auf den gesun­den Men­schen­ver­stand zurück zu grei­fen. Das allein genügt meist zu erken­nen, dass man gerade die Posi­tion der eier­le­gen­den Woll­milch­sau aus­ge­schrie­ben hat.

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