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Folge der feh­len­den Streit­kul­tur in Unter­neh­men (Teil 2) — 3 Kommentare

  1. Nicht die Unter­neh­men haben eine Streit­kul­tur son­dern ein­zelne Vor­ge­setzte und Mit­ar­bei­ter.
    Eine Feed-back Aktion för­dert sel­ten eine feh­lende Streit­kul­tur.

    Der eine Vor­ge­setzte möchte, dass seine Mit­ar­bei­ter sich von sei­ner Sekre­tä­rin einen Ter­min geben und die Mit­ar­bei­ter hören oft von ihr: « Herr xy möchte der­zeit nicht gestört wer­den«. Wer ihn aber ver­sucht auf dem Gang oder auf dem Park­platz abzu­pas­sen, spürt seine Ableh­nung gegen solch einen »Über­fall«.

    Der andere Vor­ge­setze hat »immer eine offene Tür« und in sei­nem Zim­mer ste­hen stets eine Traube von Mit­ar­bei­tern herum, die bes­ten­falls über Bana­ti­tä­ten spre­chen.

    Auch wenn beide sicher­lich nicht eine pro­duk­tive Streit­kul­tur pfle­gen, dürfte der Zweite bei einem anony­men Feed-back Fra­ge­spiel wesent­lich bes­ser abschnei­den?

    Bei den Mit­ar­bei­tern ist auch oft kein Bedürf­nis nach einer Strei­kul­tur vor­han­den.

    Der eine ist ein ein­ge­fleisch­ter Beden­ken­trä­ger, weil er gelernt hat, dass Beden­ken­trä­ger für Vor­ge­setzte und Kol­le­gen schwie­rig erschei­nen, und allein dadurch weni­ger für Hau­ruck-Aktio­nen her­an­ge­zo­gen wer­den.
    »Bevor wir es mit Herrn A dis­ku­tie­ren machen wir es gleich selbst« heißt es, und der A hat zwar oft Kon­flikte aber im Gegen­satz zu den ande­ren pünkt­lich Fei­er­abend.

    Der Zweite sieht den Beruf als Geld­erwerb an, pro­duk­tiv und krea­tiv wird er erst in sei­ner Frei­zeit.
    Er hat gelernt, wer einen Ver­bes­se­rungs­vor­schlag vor­trägt, muss er ihn auch neben sei­nem Tages­pen­sum auch aus­ar­bei­ten und zuletzt wird er noch von dem Beden­ken­trä­ger kri­ti­siert.

    Der Dritte sieht sich in der Talk­show und möchte sich mit allen im Arti­kel beschrie­be­nen Metho­den die nur in Szene set­zen und den Platz­hirsch spie­len.

    Warum soll­ten die Mitrabei­ter und Vor­ge­setzte ihr Ver­hal­ten ändern, denn es hat sich aus ihrer Sicht bewährt?

    • Auch wenn beide sicher­lich nicht eine produk­tive Streit­kultur pfle­gen, dürfte der Zweite bei einem anony­men Feed-back Frage­spiel wesent­lich bes­ser abschnei­den?

      Bei­spiel­haft: Sie als Mit­ar­bei­ter brin­gen im Feed­back zum Aus­druck: »Sein ver­meint­lich posi­ti­ves Sozi­al­ver­hal­ten habe ich durch­schaut und bewerte es daher nicht als gut. Und über­haupt: Anstatt mit bana­len Gesprä­chen seine Zeit zu ver­geu­den, sollte er sich lie­ber um eine bes­sere Orga­ni­sa­tion der Abtei­lung küm­mern.«

      Ein ande­rer Mit­ar­bei­ter bringt zum Aus­druck: »Sein Sozi­al­ver­hal­ten ist echt vor­bild­lich, denn er hat immer ein offe­nes Ohr für alle. Aber die Orga­ni­sa­tion der Abtei­lung lässt lei­der sehr zu wün­schen übrig«.

      Aus den vie­len Feed­backs schließt der Chef: »OK, dass mein Sozi­al­ver­hal­ten bei man­chen gut ankommt und bei man­chen nicht, war zu erwar­ten. Damit kann ich gut leben. Aber dass so viele meine Orga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit kri­ti­sie­ren, trifft mich schon, denn ich wollte ihnen eigent­lich Raum zur Selbst­ent­fal­tung geben. Ich sollte das bei nächs­ter Gele­gen­heit the­ma­ti­sie­ren«.

  2. Ver­än­de­run­gen und Umor­ga­ni­sa­tion in einem Betrieb wer­den von Mit­ar­bei­tern mehr gefürch­tet als eine schlechte Orga­ni­sa­tion, zumal immer man­che klar umris­sene Auf­ga­ben haben und von der schlech­ten Orga­ni­sa­tion nicht betrof­fen sind.
    Die Bewer­tun­gen wer­den immer die Furcht von Ver­än­de­run­gen wie­der­spie­geln und nicht hart aus­fal­len, wenn das Sozi­al­ver­hal­ten stimmt.

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