In diesem Beitrag möchte ich auf zwei Voraussetzungen eingehen, die für eine erfolgreiche Home Office Lösung für die Mitarbeiter Ihres Unternehmens sorgen.
In diesem Beitrag möchte ich auf zwei Voraussetzungen eingehen, die für eine erfolgreiche Home Office Lösung für die Mitarbeiter Ihres Unternehmens sorgen.

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Wann ist Home Office für Ihre Mitarbeiter sinnvoll?

3 Min.

In diesem Beitrag möchte ich auf zwei Voraussetzungen eingehen, die für eine erfolgreiche Home Office Lösung in Unternehmen sorgen.

Auf Umweg hat mich der Blogparade-Aufruf von Claudia Kauscheder zum Thema Home Office erreicht. Ein interessantes Thema, wozu ich gerne beitragen möchte.

Über die Vor- und Nachteile von Home Office-Lösungen gibt es viele Meinungen. Wie Ihr Arbeitnehmer mit dem Alleinsein zurecht kommen und die Arbeit mit Kollegen organisieren und koordinieren kann, werden sie wohl bald aufgrund der Blogparade zu lesen bekommen.

In diesem Beitrag möchte ich daher auf zwei Aspekte eingehen, die m. E. bei der Einführung dieser Lösung in Unternehmen zu kurz kommen:

1) Home Office: Denken Sie vernetzt

Home Office-Lösungen werden in der Regel zwischen einem Mitarbeiter und seinem Vorgesetzten be-/ausgehandelt. Je nach Betrieb sind HR und Betriebsrat ebenfalls involviert. Was bei dieser Vorgehensweise übersehen wird:

Ein Unternehmen besteht nicht aus hermetisch abgeriegelten Einheiten, sondern aus abteilungs- und bereichsübergreifenden Prozessen. Was ein Mitarbeiter einer Abteilung produziert, hat meist mehrere Abnehmer in anderen Abteilungen.

Weiß Ihr Mitarbeiter was andere von ihm erwarten (dürfen)? Wissen Sie es? Und geben alle im Unternehmen die gleiche Antwort? Denn eine reibungslose Zusammenarbeit in diesen Schnittstellen entscheidet darüber, ob Ihr Unternehmen produktiv arbeitet und profitabel ist oder nicht.

Voraussetzung 1: Bevor Sie einer Home-Office-Lösung zustimmen, möchte ich Ihnen daher dringend ans Herz legen, zuerst die Erwartungen anderer an die Position des Mitarbeiters einvernehmlich zu klären.

Falls Sie mehr wissen wollen zum Thema Erwartungen anderer versus Stellenbeschreibung, lesen Sie bitte hier: »Das Geheimnis eines erfolgreichen Recruitings«.

2) Bestimmen Sie den Output

Üblicherweise schließt man Zeitverträge mit festangestellten Mitarbeitern ab (40 Stundenwoche) und keine Leistungsverträge (Output X pro Monat). Ihre Bauchschmerzen bei diesem Thema kommen möglicherweise daher:

Sie haben sicherlich kein Problem damit, Ihren Mitarbeitern die Flexibilität zu gönnen, die 40 Stunden im Einklang mit der Familie und den Hobbies auf die Woche zu verteilen. Aber Sie hätten zurecht ein Problem damit, wenn Ihr Mitarbeiter nur 20 Stunden/Woche arbeitet und für 40 bezahlt wird.

Was Sie übersehen, ist, dass Sie das Problem möglicherweise bereits die ganze Zeit haben – auch ohne Home-Office – und es nicht merken. Denn viele Vorgesetzte unterschätzen die Kreativität ihrer Mitarbeiter, wenn es darum geht, so zu tun als ob, um am Ende des Tages offiziell sogar Überstunden auszuweisen.

Voraussetzung 2: Beantworten Sie zuerst diese Frage: Durch welche Variablen und wie genau entsteht ein Wert in der Position eines Mitarbeiters? Ist diese Frage beantwortet, kann Ihr Mitarbeiter getrost am Nordpol sitzen, denn Sie können den von ihm abgelieferten Output verifizieren.

Wie findet man die Antwort? Bei meiner Arbeitsweise strebe ich an, dass die Frage von denen beantwortet wird, die es am besten wissen können: Jeder Mitarbeiter tut dies selbst für seinen eigenen Arbeitsplatz!

Falls Sie mehr wissen wollen zu meiner Sicht-/Arbeitsweise beim Thema Prozessmanagement, lesen Sie bitte hier: »Genug geplant, jetzt wird sicher prognostiziert!«

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Kommentare

7 Kommentare zu „Wann ist Home Office für Ihre Mitarbeiter sinnvoll?“

  1. Das waren jetzt mal 2 ganz entscheidende Fragen, die ich so bisher noch nicht gelesen habe und an die ich garnicht gedacht habe. Vor allem wie die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeiter aus anderen Abteilungen ablaufen könnte, damit alles reibungslos läuft.

  2. Sicherlich kann man die Möglichkeit eines Home-Offices in Ihrem Fall als ein Glücksfall bezeichnen, zumal Sie auch die dazu notwendigen Räumlichkeiten sicherlich zur Verfügung hatten.
    Kaum ein normalsterblicher Arbeitnehmer in einem Ballungszentrum wird heute bei den derzeitigen Mieten und Nebenkosten einen zusätzlichen Reserveraum anmieten um evtl. in der Zukunft von einer solchen Lösung profitieren zu können. Wenn aber dann so eine Lösung angeboten wird, scheitert die Umsetzung nicht zuletzt an den nicht vorhandenen Räumlichkeiten.
    Ich kann Sie verstehen wenn Sie nun wieder das Private und Berufliche räumlich trennen wollen.

  3. Die Gestaltung eines Home-Offices ist ein Luxusproblem einer sehr kleinen Minderheit von Mitarbeitern und Unternehmen. Die meisten Jobs lassen sich nicht in einem Home-Office erledigen und die meisten Branchen leiden nicht unter Fachkräftemangel und müßten solche Anreize anbieten. Auch viele Mitarbeiter würden ungern Zuhause arbeiten um einfach Beruf und Privat zu trennen oder keinen direkten Ansprechpartner zu haben.

    Nun für eine Minderheit ist so ein Arbeitsplatz sicherlich interessant, sie sparen sich zumindest die Fahrtzeit zur Arbeitsstelle und können auch andere Tätigkeiten zwischendurch nachgehen.

    Für den Arbeitgeber besteht hier nicht nur das Problem einer Kontrolle des Mitarbeiter-Outputs, denn dieser ist sicherlich meßbar. Das Problem besteht eher darin, dass wenn nicht genügend Input für den Mitarbeiter vorhanden ist, er den Mitarbeiter nicht kurzfristig mit anderen Aufgaben betrauen kann. Genauso wird es schwieriger sein den Home-Office Mitarbeiter z.B. für einen erkrankten Kollegen oder eine dringende unvorhersehbare Sonderaufgabe einzusetzen, wenn diese Aufgabe nicht am PC erledigt werden kann.

    1. Sie sprechen wichtige und richtige Punkte an. Auch für einen Arbeitgeber ohne Fachkräftemangel gibt es rationale Erwägungen, warum manche die Lösung einführen. Siehe Artikel auf zeit.de

      Auch ist es nicht so, dass Mitarbeiter sofort Juhuu schreien, wenn sie die Wahl haben. Siehe Artikel auf welt.de.

      Vor meiner 100% Selbstständigkeit hatte ich einen Arbeitgeber, der die Möglichkeit angeboten hat und ich sie rege in Anspruch genommen habe. Der Hauptgrund hingegen war, dass der Arbeitgeber mir erlaubte, meine Unternehmensberatungs-Tätigkeit nebenberuflich ausüben zu können. Ein Luxus, den man sehr selten als Arbeitnehmer hat. Durch home office konnte ich diese beiden Welten gut vereinbaren.

      Seit meiner Selbstständigkeit arbeite ich in home office. Theoretisch zumindest, denn unsereiner ist i. d. R. eh nur “on the road”. Kosten hin, Kosten her, ich ziehe dennoch in Erwägung, offiziell ein Büro zu mieten, weil es mir so leichter fällt, im Kopf den Hebel “Feierabend” umzulegen!

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