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Vom Arbeit­geber bezahl­tes Coa­ching ver­sus Busi­ness Coa­ching — 3 Kommentare

  1. Grund­sätz­lich ist eine schwam­mige Auf­trags­er­tei­lung haupt­säch­lich das Pro­blem des Auf­trag­ge­bers und kein Pro­blem des Auf­trag­neh­mers.
    -In unse­rem Fall der Coach-
    Ver­glei­chen wir die Auf­trags­er­tei­lung an einem Coach mit der oft prak­ti­zier­ten Essens­be­stel­lung in einem Restau­rant wenn der Gast, oder der ein­la­dende Gast, sagt:
    »Machen sie uns bitte eine schöne gemischte Vor­spei­sen­platte für 4 Per­so­nen«
    und auf wei­tere Nach­fra­gen des Kell­ners bzw. die Auf­trags­klä­run­gen nicht mehr ein­ge­hen möchte.
    Im bes­ten Fall bekommt er die Spei­sen wel­che dem Koch am bes­ten schme­cken und im schlimms­ten Fall die Spei­sen die bald hät­ten ent­sorgt wer­den müs­sen.

    • Das stimmt durch­aus was Sie sagen, aber die Fest­stel­lung löst ja das Pro­blem nicht! Kein Auf­trag­ge­ber möchte, dass es schief läuft, son­dern es läuft schief, wenn keine Auf­merk­sam­keit auf mög­li­che Gründe gerich­tet ist. Ich fasse die Punkte unter Ver­wen­dung Ihrer guten Ana­lo­gie zusam­men:

      Wir haben es hier mit einer Firma zutun, die einen Gast ins Restau­rant schickt und die Rech­nung dafür über­nimmt.

      Der Gas­tro­nom, der i. d. R. nur Lauf­kund­schaft hat, macht sich wenig Gedan­ken dar­über, was die Firma damit bezweckt. Je nach Gas­tro­nom-Typ wird er ent­we­der den­ken
      »es ist mir wumpe, wer die Rech­nung zahlt, denn allein zählt, dass der Gast zufrie­den ist« oder den­ken
      »oh toll, dann kann ich ja die teue­ren Weine anbie­ten«. Wenn die Firma nicht zufrie­den war und keine wei­te­ren Gäste vor­bei­schickt, fällt das auch wei­ter nicht auf.

      Der Gas­tro­nom, der die Firma als Kun­den wahr­nimmt – weil die Füh­rungs­kräfte seit Jah­ren selbst vor­bei kom­men und auch Gäste vor­bei­schi­cken – wird sich mit der Firma aus­tau­schen und die Wün­sche erfra­gen. Ange­nom­men die Firma ant­wor­tet: »Es ist ein aus­län­di­scher Gast und wir wol­len, dass er die deut­sche Küche ken­nen­lernt«.

      In die­sem Fall fin­det mög­li­cher­weise zwei­er­lei statt: Dem Auf­trag­ge­ber gegen­über die Bera­tung: »Ihre Idee ist gut, aber Schwei­ne­sülze fest vor­zu­ge­ben, ist keine gute Lösung. Denn das ist nicht jeder­manns Sache und es ist Ihnen ja wich­tig, dass der Gast sich auch wohl­fühlt«. Und gegen­über dem Gast: »Nein, Sushi kön­nen sie auf Rech­nung der Firma nicht haben, weil die Firma das Ange­bot auf „deut­sche Küche“ begrenzt hat.

      Und eine sub­jek­tive Beur­tei­lung fin­det dann statt, wenn der Gast „Wie­ner Schnit­zel“ haben möchte und der Gas­tro­nom ent­schei­den muss, ob das Gericht als „deut­sche Küche“ durch­geht oder nicht :-)

  2. Der Auf­trag­ge­ber wird sicher­lich frü­her oder spä­ter aus sei­nen Feh­lern ler­nen und beim nächs­ten Auf­trag vor­her genauere Abspra­chen mit sei­nem Mit­ar­bei­ter und dem Coach tref­fen.
    Viel­leicht kommt es bei dem einen oder ande­ren AG das »nie wie­der« vor, genauso wie: »Nie wie­der die Auto­marke xy« oder »nie wie­der Urlaub in dem Land«.
    Sicher­lich ist das Hin­ter­fra­gen der Coa­chings-Ziele sei­tens des Coa­ches hilf­reich. Ob seine Bera­tung im Vor­feld ange­nom­men wird, bleibt trotz­dem frag­lich.

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