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Unter­neh­mens­nach­folge: eine unbe­kannte Alter­na­tive! — 5 Kommentare

  1. Sicher­lich kann diese »Alter­na­tive« in sel­te­nen Ein­zell­fäl­len zum Tra­gen kom­men.
    Man muss sich fra­gen: Kann ein Unter­neh­mer zukünf­tig sich auf die Stel­lung eines »pro forma GF« zurück­zie­hen und die Fäden aus der Hand geben, in der unge­wis­se­nen Zukunfts-Hoff­nung die er kaum beein­flus­sen könnte. Oder, würde er eher den Spatz des gerin­gen Ver­kauf­prei­ses sei­nes Unter­neh­mens mit­neh­men und sich aus dem geschäft völ­lig her­aus­zie­hen?
    Ich gehe davon aus, dass i.d.R. die zweite Mög­lich­keit gewählt wird.

    • Ich danke Ihnen für den guten Ein­wand. Ja, auch ich ver­mute, dass die meis­ten die 2. Mög­lich­keit wäh­len. Aber diese Ent­schei­dung hat nichts mit der hier auf­ge­zeig­ten Alter­na­tive zu tun:

      Die Per­son, die die Firma (mehr­heit­lich) besitzt und selbst als Geschäfts­füh­rer führt, hat i.d.R. meh­rere beruf­li­che »Rol­len« inne: Als »Mana­ger« orga­ni­siert sie, dass *andere* gut und pro­duk­tiv arbei­ten kön­nen. Als *Fach­kraft* ist sie hier der beste Ver­käu­fer der Firma, dort der beste Inge­nieur. Und als »Unter­neh­mer« hält sie den Über­blick und die Fäden in der Hand, sorgt für eine attrak­tive Vision, mit der sie andere (u.a. Mit­ar­bei­ter) begeis­tert, stellt die rich­tige stra­te­gi­sche Posi­tio­nie­rung der Firma sicher und passt diese lau­fend an, u.v.a.m.

      Mei­ner beschei­de­nen Beob­ach­tung nach ist gerade die Rolle des Unter­neh­mers recht häu­fig vakant. Denn viele Unter­neh­mer arbei­ten haupt­säch­lich als Fach­kraft und als Mana­ger. Nicht sel­ten füh­len sie sich des­we­gen im Klein­klein des All­tags gefan­gen und haben das Gefühl, auf der Stelle zu tre­ten.

      Die Rol­len Mana­ger und Fach­kraft kann man out­sour­cen. An andere Mana­ger und Fach­kräfte (oder in der hier auf­ge­zeig­ten Alter­na­tive an die Mit­ar­bei­ter) in der Firma. Dar­auf beziehe ich mich in die­sem Bei­trag, wenn ich von pro forma GF spre­che. Aber die Rolle des Unter­neh­mers kann der Unter­neh­mer nicht out­sour­cen. Erst dadurch, dass er die bei­den ande­ren Rol­len out­sourct, wird er Kapa­zi­tä­ten haben, die Rolle des Unter­neh­mers (wie­der) wahr­zu­neh­men.

      Apro­pos »Rolle Unter­neh­mer«, am kom­men­den Mon­tag erscheint ein Blog­bei­trag von mir hierzu.

    • Mit die­ser Lösung hat der Unter­neh­mer sich zwar pri­vat in eine beque­mem Posi­tion bege­ben, aber das Nach­fol­ger-Pro­blem dadurch nicht gelöst.
      Spä­tes­tens nach sei­nem Able­ben, wer­den die Erben damit kon­fron­tiert, wie sie eine selbst orga­ni­sie­rende Orga­ni­sa­tion am schnells­ten unter sich auf­tei­len könn­ten.
      Die Erben sind immer noch die glei­chen Per­so­nen, die zu Leb­zei­ten des Unter­neh­mers kein Inter­esse an die Nach­folge gezeigt hat­ten und daher stünde als ein­zigste Lösung der Ver­kauf an.

    • Das kann durch­aus so sein, beden­ken Sie aber bitte, dass Sie eine Ver­men­gung von unter­schied­li­chen The­men anspre­chen:

      Die Erben bleiben/​ wer­den zu Inves­to­ren. Ob man sich von einer Inves­ti­tion trennt, hängt davon ab, ob man das Geld ander­wei­tig benö­tigt oder man eine bes­sere Inves­ti­tion in Aus­sicht hat und nicht von den bei­den The­men unten.

      Die *ope­ra­tive* Unter­neh­mens­füh­rung ist i.d.R. die Tätig­keit, wozu der poten­ti­elle Nach­fol­ger aus der eige­nen Fami­lie keine Lust hat. Die­ses Pro­blem ist auch in Ihrem Sze­na­rio wei­ter­hin gelöst!

      Die *stra­te­gi­sche* Unter­neh­mens­füh­rung wäre in Ihrem Sze­na­rio noch zu lösen. Sie wer­den am Markt genü­gend Bei­spiele vor­fin­den, wo die stra­te­gi­sche Unter­neh­mens­füh­rung de facto nicht von der Geschäfts­füh­rung aus­übt wird, son­dern von den Inha­bern! Sie wer­den sogar Fälle vor­fin­den, wo die Tätig­keit de facto aus den Kon­troll­gre­mien her­aus erfolgt! Und natür­lich kön­nen die Inha­ber einen GF genau hier­für ein­stel­len.

  2. Pingback: Ablauforganisation: Mach es zu deinem Projekt! - brandeins – Fachblog: Kourosh Ghaffari

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