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Unter­neh­mens­stra­te­gie und Posi­tio­nie­rung — 2 Kommentare

  1. Die Gene­ra­li­sie­rung der Ange­bote eines Unter­neh­mens muss nicht zwangs­läu­fig zu einer Ver­zet­te­lung füh­ren.

    Es gibt zahl­rei­che Bei­spiele bei Unter­neh­men die jahr­zehn­te­lang mehr oder weni­ger pro­fi­ta­bel, neben ihrem Kern­ge­schäft auch eine kleine Nische bear­bei­te­ten.

    Mir fällt hierzu ein Bei­spiel aus den 1980 er Jahre ein.

    Ein Expor­teur von ober­klasse Fahr­zeu­gen baute auch gele­gent­lich für diese Fahr­zeuge Pan­ze­run­gen ein. Der Ver­kauf der gepan­zer­ten Fahr­zeuge war mehr oder weni­ger als »Hobby des Chefs« ange­se­hen und erfor­derte einen sehr gro­ßen Auf­wand im ver­gleich zu dem rei­nen Han­del.

    Als in den 1990 er Jahr in den ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­bli­ken der Bedarf an sol­chen Fahr­zeu­gen sprung­haft stieg, konnte er als Anbie­ter auf­grund lan­ger Tra­di­tion und Erfah­rung in die­ser Sparte die­ses Geschäft zum Haupt­ge­schäft machen. Das eigent­li­che Export­ge­schäft unter­lag in die­ser Zeit einer sehr gro­ßen Kon­ku­renz und somit ist es wenig lukra­tiv gewe­sen.

    • Falls ich Ihr Bei­spiel rich­tig ver­stan­den habe, ist es sogar per­fekt geeig­net, um meine These zu unter­strei­chen. Die Pan­ze­rung betraf offen­sicht­lich ein kon­kre­tes Bedürf­nis aus der­sel­ben Kun­den­gruppe. Spä­ter blieb Ihr Prot­ago­nist kun­den­ori­en­tiert und wurde eben nicht pro­dukt­ori­en­tiert: Er rich­tete sich an die geän­der­ten drin­gen­den Bedürf­nisse sei­ner Kun­den aus und hat sich nicht statt­des­sen gefragt: Wel­che neue Ziel­gruppe wo muss ich wie belie­fern, damit ich mein »Pro­dukt« Export­ge­schäft ret­ten kann?

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