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Zah­lungs­ver­kehr - das letzte gal­li­sche Dorf?! — 6 Kommentare

  1. »Ich gehe fest davon aus, dass wir sogar im B2B-Zah­lungs­ver­kehr sehr bald neue Inno­va­tio­nen sehen wer­den«

    Davon gehe ich auch aus, aller­dings kann der neue Anbie­ter nicht nur im Netz exis­tie­ren, son­dern muss auch tat­säch­lich mit Ansprech­part­nern agie­ren.

    Eine Gool­ge­su­che nach »Paypal nega­tive Erfah­run­gen« brachte mehr als 1 Mio Tref­fer, was dar­auf schließt, dass das Sys­tem nicht aus­ge­reift oder für den Kun­den ungüs­tig aus­ge­legt ist. Wahr­schein­lich fehlt der mensch­li­che Ansprech­part­ner.

    Eine Initia­tive zwi­schen einige Ban­ken und Spar­kas­sen mit ihren vie­len Pri­vat­kun­den hätte wesent­lich bes­sere Erfolg­chan­cen als ein neuer Nur­netz­be­woh­ner.

    War­ten wir es ab.

  2. Die CD Bran­che erfüllt nur den Wunsch vie­ler Ver­brau­cher, die oft ihre Musik sicht­bar und phy­sisch besit­zen wol­len.

    Wer eine CD-, Plat­ten-, Bücher- oder Brief­ma­ken­samm­lung hat, erfreut sich diese zu sehen und gibt sich nicht mit deren digi­ta­ler Spei­che­rung zufrie­den, auch wenn sie die glei­che Funk­tion erfüllt.

    • Selbst­ver­ständ­lich gibt es wei­ter­hin einen Markt für CDs. Genauso wie es wei­ter­hin sogar einen Markt für Schall­plat­ten gibt. Aber DAS Markt­ver­hal­ten hat sich gewan­delt und daher die dras­ti­schen Rück­gänge. Der Kunde ver­langt nach Alter­na­ti­ven. Ob Zah­lungs­ver­kehr oder CD, man kann als Platz­hirsch ent­we­der *recht­zei­tig* intel­li­gente neue Lösun­gen für die neuen Bedürf­nisse krei­ie­ren oder abwar­ten bis neue (bran­chen­fremde) Anbie­ter das Thema beset­zen und dann Abwehr­kam­pa­nien gegen sie star­ten. Mei­ner Beob­ach­tung nach pas­siert bei bei­den The­men Letz­te­res. Ich per­sön­lich halte diese Vor­ge­hens­weise in kei­ner Bran­che für eine gelun­gene Stra­te­gie.

      Ich gehe fest davon aus, dass wir sogar im B2B-Zah­lungs­ver­kehr sehr bald neue Inno­va­tio­nen sehen wer­den und bin daher jetzt schon sehr gespannt auf die Reak­tio­nen der Platz­hir­sche.

  3. @ Anonym /​ Hr. Gas­s­ner: Abso­lut rich­tig. Dazu fällt mir die fol­gende Anek­dote ein, die fast 10 Jahre zurück liegt: Ich habe die Toch­ter­ge­sell­schaft eines deut­schen Kon­zerns in Süd Korea auf­ge­sucht. Als ich ins Büro des Mana­gers geführt wurde, hat er gerade auf­ge­hört zu tele­fo­nie­ren. Er sagte: »da Sie aus Deutsch­land kom­men, wird Sie das inter­es­sie­ren: Das war mein Kol­lege aus Sin­ga­pur, er hat mir gerade eine Zah­lung tele­fo­nisch avi­siert und auch direkt los­ge­schickt. Ach­ten Sie nun auf mei­nen Bild­schirm …« Ping, eine Mel­dung hat den Zah­lungs­ein­gang ange­zeigt! 1 Minute, wohl gemerkt von Sin­ga­pur nach Süd Korea.

    Es ist kein tech­ni­sches Pro­blem, son­dern das eines ver­al­te­ten Geschäfts­mo­dells! Die Bla­mage ist sogar viel grö­ßer als »nur« die 1-3 Tage: Ange­nom­men Sie kau­fen pri­vat etwas online und sie bezah­len mit­tels einer Bank-Über­wei­sung. Nun wol­len Sie ja wis­sen, ob das Geld ange­kom­men ist, so dass die Ware los­ge­schickt wer­den kann. Nicht nur, dass Sie abwar­ten müs­sen bis die Zah­lung bei der Bank des Emp­fän­gers ankommt und gut­ge­schrie­ben wird, Sie müs­sen viel­mehr war­ten bis der Emp­fän­ger den Ein­gang ver­bucht, dann ihn anru­fen und dann wis­sen Sie es erst! Beim PayPal o.ä. dage­gen haben Sie sofort die Info: Ihre Zah­lungs­ver­pflich­tung ist erfolgt, die Ware kommt. Man muss sich vor Augen füh­ren: Eine Über­wei­sung kommt von einem Dienst­leis­ter, der Zah­lungs­ver­kehr als seine Kern­kom­pe­tenz ansieht, PayPal ist von einer Auk­ti­ons­platt­form, die die Bezahl­funk­tion ledig­lich als ein nütz­li­ches Neben­pro­dukt ein­ge­führt hatte!

    Manch­mal kommt es mir vor wie die CD-Bran­che, die ein halb­to­tes Pferd rei­tet aber es par­tout nicht ein­se­hen will. Statt­des­sen wird das Pferd in immer impo­san­tere Gewän­der prä­sen­tiert.

  4. Wir befin­den uns im Jahre 2012 n.Chr., inner­halb von Minu­ten kön­nen wir uns ganze Spiel­filme zusen­den oder aus­tau­schen.

    Die Über­wei­sung eines Geld­be­tra­ges mit­tels einer Bank braucht immer noch 2-3 Tage bis er dem Emp­fän­ger gut­ge­schrie­ben wird.

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