Um Probleme nachhaltig lösen zu können, bedarf es einen Paradigmenwechsel der Betrachtungsweise mit einer Handlungskompetenz, die in der Gegenwart wurzelt.
Um Probleme nachhaltig lösen zu können, bedarf es einen Paradigmenwechsel der Betrachtungsweise mit einer Handlungskompetenz, die in der Gegenwart wurzelt.

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Handlungskompetenz anstatt Problemlösungsdenken

3 Min.

Um Probleme nachhaltig lösen zu können, bedarf es einen Paradigmenwechsel der Betrachtungsweise mit einer Handlungskompetenz, die in der Gegenwart wurzelt.

Autor: Teymur Schafi-Neya

Intuitiv die richtigen Entscheidungen treffen

Probleme sind Aufgaben oder Fragestellungen, die für den Betroffenen ein Hindernis darstellen. Dieser kann erst einmal nach einer Lösung suchen, damit leben, einfach nur vor der Situation davonlaufen oder es ignorieren. Die Betroffenen befinden sich auf jeden Fall in einer unbefriedigenden Ausgangssituation.

Eine mögliche Zufriedenheit tritt ein, wenn das Problem gelöst werden kann. Mit einem Problem leben zu müssen ist keine Lösung, denn die Konsequenzen daraus holen uns immer wieder ein. So ist das Wesen der Natur, die uns umgibt, die immer nach Ausgleich strebt.

Nicht im Einklang zu sein mit sich und der Welt ist das Kernproblem unseres Daseins. Alle anderen Probleme ergeben sich dann automatisch bzw. folgerichtig. Nicht in Harmonie, im Einklang zu sein zeigt an, dass dieser Umstand zum inneren, psychischen Problem geworden ist.

Der Verstand ringt in der Regel nach Lösungen, denn er ist der Ort des Denkens und auch der Erinnerung vergangener Erfahrungen. Er ist es auch, der als innerer Sinn versucht, über die äußeren Sinne die Welt zu erfahren und zu verstehen. Daraus resultiert das Wissen über die Welt. Wir kommen zu unserer Sicht und Vorstellung, wie die Welt in ihrer Zusammensetzung und Komplexität funktioniert und zu funktionieren hat. Diese muss nicht unbedingt mit anderen Sichtweisen übereinstimmen und tritt schlimmstenfalls in Konkurrenz.

Kommen wir in eine stillschweigende oder auch offene Verteidigungshaltung, entstehen Konflikte. Wir versuchen unsere Position zu rechtfertigen und sind nicht bereit, uns auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen. Die gedankliche Ich-Bezogenheit der Umstände führt zu Selbstsucht. Das innere Ungleichgewicht wird verstärkt und führt zur seelischen Trennung, die Ausdruck finden kann in allen Formen der Emotionalität. Am Ende werden wir dann von Angst getrieben.

Probleme sind also als Konstrukt zu verstehen, die auf dem Denken basieren. Probleme auf dieser Ebene zu lösen führt zur Analyse, die alleinig betrachtet zerstörenden Charakter haben kann, denn sie werden nur kurzfristig gelöst, allenfalls verschoben aber nicht wirklich aufgelöst.

Dazu braucht es einen Paradigmenwechsel der Betrachtung mit einer Handlungskompetenz die in der Gegenwart wurzelt. So wird das Entstehen weiterer Probleme bereits im Keime erstickt und die Bestehenden aufgelöst. Der Verstand ist wie gesagt der Ort des Denkens. Die innere Betrachtungswelt aber ist ein Gewahrsein jenseits der Emotionen und damit der begrenzenden Angst. Aus diesem Gewahrsein entspringt der Impuls, der zu erkennen gibt, was wahrhaftig ist und was unwahr.

Agieren wir aus diesem Impuls heraus, wir kennen diesen Zustand auch als das “gute Bauchgefühl”, dann erschließt sich uns die Intuition als Ausdruck einer höheren Selbstverständlichkeit und Intelligenz. All unsere Gedanken, Worte und Taten aus dieser Mitte heraus sind stets im Einklang miteinander und der Welt. Und im Bewusstsein von Harmonie und Einklang können Probleme nicht entstehen. Dazu braucht es lediglich unsere Achtsamkeit und unser Unterscheidungsvermögen sowie unsere Wahl.

Egoismen und Selbstsucht haben dann keine Chance mehr. Der Prozess einer möglichen Selbstzerstörung kehrt sich um in Handlungen, die dem Wohle des Einzelnen, der Gemeinschaft und dann auch einem selbst in der Entfaltung des Lebens dienen.

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