Kommentare

Team­work: Gesün­der in der Gruppe - Har­vard Busi­ness Mana­ger — 3 Kommentare

  1. Als Walm­art in Deutsch­land groß ein­stieg, hat es ver­sucht diese grup­pen-, team­bil­den­den Maß­nah­men (unter 1-4 auf­ge­zählt) auch in Deutsch­land zu prak­ti­zie­ren.

    Was in USA zum All­tag eines Ver­käu­fers beim Wall­mart gehörte, wie das Pfle­gen von Ritua­len, Stei­ge­rung der Grup­pen­dy­na­maik bis hin zum gemein­sa­men Sin­gen der Fir­men­hymne und »wir sind eine große Fami­lie bla­bla« hatte zur Folge, dass genau das Gegen­teil der beab­sich­ti­gen Ziele erreicht wur­den. Die Mit­ar­bei­ter fan­den den Job stres­si­ger, die Ritauale kin­di­sche, die Füh­rung als arro­gant und den Fir­men­ko­dex als ein Relikt des Mit­tel­al­ters. Das Ergeb­nis war Krank­schrei­bun­gen, Kün­di­gun­gen bis hin zur Kla­gen vor dem Arbeits­ge­richt.

    Stu­dien aus USA las­sen sich oft nicht über­tra­gen.

    • Da haben Sie recht! Die­sen Irr­glau­ben, dass man Metho­den kul­tur­über­grei­fend 1 zu 1 über­tra­gen kann, sieht man nicht sel­ten. »Kai­zen« ist für mich ein ähn­li­ches Thema. Jede Kul­tur »erzieht« die Men­schen anders.

      Das 2. Pro­blem ist, dass Mit­arb­ei­er­mo­ti­va­tion mit der »Hal­tung« zu die­sem Thema zutun hat und nicht mit der Aktion selbst. Daher wer­den nicht sel­ten Mit­ar­bei­ter­the­men im Bereich »etwas machen« ange­sie­delt, anstatt »etwas auch wirk­lich mei­nen und sich dar­auf ein­las­sen«! Der Mit­ar­bei­ter spürt den Unter­schied, ob mir als Vor­ge­setz­ten das Team­buil­ding am Her­zen liegt (sprich, dass ich wirk­lich möchte, dass meine Mit­ar­bei­ter gerne und gut mit­ein­an­der arbei­ten) oder ich z.B. einen Hoch­seil-Work­shop ver­ordne, weil »man« halt sowas macht.

      Dies vor­aus­ge­schickt, die Kern­aus­sage »Team­work: Gesün­der in der Gruppe« ist m.E. den­noch abso­lut rich­tig.

    • Wenn der Mit­ar­bei­ter es spürt, dass der Vor­ge­setzte mit der Team­bil­dung ernst meint, ist nicht immer die Vor­aus­set­zung für den Erfolg der Team­bil­dung auch tat­säch­lich geschaf­fen.

      Ver­ges­sen wir nicht, dass Team­ar­beit nicht von allen Mit­ar­bei­tern posi­tiv und als gesün­der ange­se­hen wird. Oft­mals wird TEAM mit »Toll Ein Ande­rer Machts« über­setzt.

      Oft bekom­men offene Posi­tio­nen in einem Unter­neh­men eine interne rege Nach­frage wenn sie »Ein­zel­kämp­fer« oder »Beden­ken­trä­ger« oder »Auf­pas­ser« benö­ti­gen. Den­ken wir hier z.B. an einer posi­tion als »gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ner Beauf­trag­ter für .…«

      Man kann nicht davon aus­ge­hen, dass diese Mit­ar­bei­ter »unge­sün­der« arbei­ten.
      Jeden­falls sehen es die Bewer­ber auf diese Stel­len anders.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

EnglishGerman